The Lancet

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Autor

The Lancet (zu deutsch „Die Lanzette“) ist eine der ältesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt, die ein Peer-Review1 einsetzen.

Sie erscheint wöchentlich. Ihr Impact-Faktor2 lag im Jahr 2012 bei 39'060, damit liegt die Zeitschrift in der Kategorie allgemeine und innere Medizin an zweiter Stelle (von 151 Zeitschriften).

Sie wurde 1823 von Thomas Wakley gegründet. Seine Intention war, die in der Medizin verbreitete Korruption und Vetternwirtschaft aufzudecken. Mit Hilfe des «Lancet» wollte der Chirurg «reformieren, informieren und unterhalten». Mittlerweile sind alle Artikel des Lancet von der ersten Ausgabe 1823 bis heute online abrufbar, die meisten kostenpflichtig.3

Position

In Ihrem Bericht «Food, livestock production, energy, climate change, and health» macht The Lancet spannende Feststellungen: Die Landwirtschaft (und davon zu 80% die Tierhaltung) ist für mehr Treibhausgase verantwortlich als die gesamte Industrie und der gesamte Verkehr. Logischerweise sollte die Reduktion dieser Emissionen höchste Priorität haben. Vorhandene Technologien zur Verringerung dieser Emissionen verringern die Klimabelastung aber um weniger als 20 Prozent.

Deshalb befürworten die Autoren die Reduzierung des Konsums tierischer Produkte und empfehlen einen Konsum von durchschnittlich 90 g Fleisch pro Tag.

Dies allein würde gar reichen, den Klimakollaps zu verhindern. 

Auch der Gesundheit würde eine substantielle Reduzierung des Fleischkonsums zugutekommen. Hauptsächlich durch die Reduzierung von ischämischen Herzerkrankungen, krankhaftem Übergewicht (Adipositas), Dickdarmkrebs und eventuell noch anderen Krebsarten.

Weitere Infos zum Thema

The Lancet über Tierhaltung, Energie, Klimawandel und Gesundheit

Fussnoten:
  1. Ein Peer-Review (englisch für Begutachtung durch Ebenbürtige, seltener: Kreuzgutachten) ist ein Verfahren im Wissenschaftsbetrieb zur Beurteilung wissenschaftlicher Arbeiten, insbesondere vonPublikationen. Dabei werden unabhängige Gutachter (englisch peer für Ebenbürtiger, Gleichrangige oder auch referee für Schiedsrichter) aus dem gleichen Fachgebiet wie die Autoren herangezogen, um die Qualität zu beurteilen. (Quelle: Wikipedia)
  2. Der Impact Factor bzw. Einflussfaktor oder genauer Journal Impact Factor (JIF) einer Fachzeitschrift soll messen, wie oft andere Zeitschriften Artikel aus ihr in Relation zur Gesamtzahl der dort veröffentlichten Artikel zitieren. Je höher der Impact Factor, desto angesehener ist eine Fachzeitschrift. Dies wirkt sich auch auf die akademische Beurteilung der jeweiligen Autoren aus.
  3. Wikipedia
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