Christine's blog https://www.swissveg.ch/de?language=it de Krankmachendes Fleisch: Alle getesteten Burger enthielten antibiotikaresistente Bakterien https://www.swissveg.ch/de/krankmachende-burger?language=it <span>Krankmachendes Fleisch: Alle getesteten Burger enthielten antibiotikaresistente Bakterien</span> <span><span lang="" about="/de/user/2398?language=it" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>7. März 2025 - 10:38</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Eine aktuelle Untersuchung des K-Tipp zeigt erneut, wie stark Fleischprodukte mit krankmachenden Keimen belastet sind. In jedem einzelnen der getesteten Tiefkühl-Burger wurden antibiotikaresistente Bakterien nachgewiesen – und das, obwohl die meisten Produkte aus Schweizer Fleisch bestanden.</p><h2>Besorgniserregende antibiotikaresistente Keime</h2><p>K-Tipp testete zwölf tiefgekühlte Rindsburger von Coop, Migros, Denner, Aldi und Globus auf ihre Belastung mit Keimen und Industriegiften sowie auf ihre Fleischqualität.<span class="fussnotenlink">1</span> Das Ergebnis: Nur drei Produkte erhielten die Bewertung «genügend» – der Rest schnitt mit «ungenügend» oder sogar «schlecht» ab. Besonders alarmierend ist, dass in allen Produkten antibiotikaresistente Staphylokokken (MRSA) gefunden wurden. Diese können schwere Infektionen auslösen und sind schwer zu behandeln, da sie nicht mehr auf Antibiotika ansprechen.<br>Doch nicht nur Rindfleisch enthält solche Keime, sondern auch Pouletfleisch: Ein Bericht des Bundes aus dem Jahr 2014 zeigt, dass drei von vier Poulet-Erzeugnissen mit antibiotikaresistenten Keimen kontaminiert sind, wie Swissveg in der Kampagne <a href="https://www.swissveg.ch/huhngesund?language=de">HuHngesund?</a> thematisierte.<span class="fussnotenlink">2</span></p><h2>Massenproduktion als Hauptursache</h2><p>Ein Hauptproblem der starken Keimbelastung liegt in der industriellen Fleischproduktion: Ein einziger Burger kann Fleisch von bis zu 300 Tieren enthalten.<span class="fussnotenlink">3</span> Ist das Fleisch nur eines dieser Tiere mit Keimen belastet, kann sich die Kontamination auf die gesamte Charge ausbreiten. Das Risiko für gesundheitsschädliche Erreger steigt damit massiv.<br>Für das Vorkommen von MRSA sind Mastbetriebe die Hauptursache – insbesondere aufgrund des hohen Antibiotikaeinsatzes in der Viehzucht. Die Migros bestätigt dies in ihrer Stellungnahme: Die Belastung mit antibiotikaresistenten Keimen sei auf die Aufzuchtbedingungen der Tiere zurückzuführen. Doch nicht nur in der herkömmlichen Massentierhaltung werden Antibiotika eingesetzt – auch die Bio-Produkte enthielten im Test antibiotikaresistente Keime.</p><h2>Fäkalkeime und Verderbniserreger</h2><p>Neben den antibiotikaresistenten Keimen wurden in drei Burgern Fäkalkeime – darunter <em>E. coli</em>-Bakterien wie EHEC und EPEC – gefunden, die schwere Durchfallerkrankungen verursachen können. Zudem wurden in zwei Produkten Verderbniserreger wie Enterobakterien und Pseudomonaden nachgewiesen. Diese können ebenfalls Durchfall und Infektionen auslösen – und die gefundenen Werte überschritten deutlich die tolerierbaren Grenzwerte.<br>Doch damit nicht genug: In zwei Produkten wurden auch sogenannte «Ewigkeitschemikalien» (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, PFAS) nachgewiesen, die in der Schweiz und der EU verboten sind. Diese Industriegifte stehen im Verdacht, das Immunsystem zu schwächen und krebserregend zu sein.</p><h2>Detailhändler ziehen sich aus der Verantwortung</h2><p>Angesichts der alarmierenden Testergebnisse lässt die Reaktion der Detailhändler zu wünschen übrig. Die Mehrheit verweist lediglich auf die Küchenhygiene und rät, die Burger «gut durchzubraten». Einzig Globus nimmt seinen «Delicatessa Burger» aus Schweizer Fleisch aus dem Sortiment.<br>Doch die Ergebnisse des Burger-Tests sind kein Einzelfall. Ähnliche Untersuchungen, etwa zu Fondue Chinoise oder Grillfleisch, zeigen immer wieder eine hohe Keimbelastung.<span class="fussnotenlink">4</span> Gerade in der warmen Jahreszeit oder an Feiertagen steigen die Erkrankungen durch kontaminiertes Fleisch deutlich an.</p><h2>Sichere und genussvolle Alternativen wählen</h2><p>Wer das Risiko einer Lebensmittelinfektion minimieren möchte, sollte besser auf pflanzliche Alternativen setzen. Vegane Burger und andere Fleischalternativen sind zudem in der Regel <a href="https://www.swissveg.ch/vegane-lebensmittel?language=de">gesünder als das tierische Original</a>: Sie enthalten weniger (gesättigte) Fette, Pestizidrückstände, Hormone und Antibiotika – dafür aber mehr Nahrungsfasern.<span class="fussnotenlink">5</span> Die Auswahl an veganen Alternativen lässt also keine Wünsche offen. Damit kann man unbesorgt geniessen – ohne gesundheitliche Risiken und ohne Tierleid.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li><p class="sdfootnote">Rindlisbacher, S. (2025, 11. Februar). Test: Diese Tiefkühl-Hamburger können krank machen. K-Tipp. <a href="https://www.ktipp.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/test-diese-burger-koennen-krank-machen" target="_blank">https://www.ktipp.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/test-diese-burger-koennen-krank-machen</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Mennig, D. (2014, 2. Dezember). Multiresistente Keime im Pouletfleisch: Konsumenten in Gefahr. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). <a href="http://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/gesundheit-multiresistente-keime-im-pouletfleisch-konsumenten-in-gefahr" target="_blank">www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/gesundheit-multiresistente-keime-im-pouletfleisch-konsumenten-in-gefahr</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Rindlisbacher, S. (2025, 11. Februar). Test: Diese Tiefkühl-Hamburger können krank machen. K-Tipp. <a href="https://www.ktipp.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/test-diese-burger-koennen-krank-machen" target="_blank">https://www.ktipp.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/test-diese-burger-koennen-krank-machen</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Rindlisbacher, S. (2024, 4. Dezember). Fondue Chinoise im Test: Krankmachende Bakterien in zwei Produkten. Saldo. <a href="https://www.saldo.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/krankmachende-bakterien-in-zwei-produkten" target="_blank">https://www.saldo.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/krankmachende-bakterien-in-zwei-produkten</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Huber, J., &amp; Keller, M. (2017): Ernährungsphysiologische Bewertung von konventionell und ökologisch erzeugten vegetarischen und veganen Fleisch- und Wurstalternativen. Studie im Auftrag der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Berlin. <a href="https://www.swissveg.ch/www.albert-schweitzer-stiftung.de/fleischalternativen-studie" target="_blank">https://www.swissveg.ch/www.albert-schweitzer-stiftung.de/fleischalternativen-studie</a></p></li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/fondue-chinoise-mit-keimen-belastet?language=de">Fondue Chinoise mit gefährlichen Keimen belastet</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/gefahr-grillieren?language=de">Bund warnt vor den Folgen des Grillierens</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/vegane-lebensmittel?language=de">Vegane Lebensmittel – gesund oder nicht?</a></li><li>Kampagne <a href="https://www.swissveg.ch/huhngesund?language=de">HuHngesund? - Ungesund</a></li></ul></div> Fri, 07 Mar 2025 09:38:08 +0000 Christine 4126 at https://www.swissveg.ch Fondue Chinoise mit gefährlichen Keimen belastet https://www.swissveg.ch/de/fondue-chinoise-mit-keimen-belastet?language=it <span>Fondue Chinoise mit gefährlichen Keimen belastet</span> <span><span lang="" about="/de/user/2398" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>23. Dezember 2024 - 11:33</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">In der Schweiz gehört Fondue Chinoise zu den beliebtesten Gerichten während der Festtage. Doch immer wieder wird auf die Gefahren hingewiesen, die damit verbunden sind. Besonders alarmierend sind die jüngsten Testergebnisse des Saldo-Magazins: &nbsp;In tiefgekühltem Fondue Chinoise wurden gefährliche Keime wie Listerien und E. coli nachgewiesen.</p><h2>Saldo-Test findet krankmachende Bakterien</h2><p>In einer Untersuchung des Saldo-Magazins vom 4. Dezember 2024 wurden 16 verschiedene tiefgekühlte Fondue Chinoise Produkte von Coop, Migros, Aldi und Lidl auf Bakterien untersucht. Vier der getesteten Produkte waren mit Keimen belastet.<span class="fussnotenlink">1</span><br>Im Kalbfleischprodukt von Lidl wurde das E. coli-Bakterium «EHEC» nachgewiesen. Dieses kann schwere Beschwerden wie Durchfall, Bauchkrämpfe und Fieber hervorrufen. In seltenen Fällen können auch Organe wie die Bauchspeicheldrüse und das Herz geschädigt werden.<br>Alle drei getesteten Trutenprodukte enthielten zudem Listerien. Während in zwei Produkten das als unbedenklich geltende Bakterium Listeria welshimeri gefunden wurde, enthielt ein Produkt von Aldi das krankmachende Bakterium Listeria monocytogenes. Dies ist besonders besorgniserregend, da Listerien zu einer Listeriose mit Durchfall, Erbrechen und grippeähnlichen Symptomen führen können. Insbesondere für geschwächte Personen oder Schwangere stellt die Listeriose eine erhebliche Gesundheitsgefahr dar, da diese mit schwerwiegenden Erkrankungen wie z.B. einer Blutvergiftung, Lungen- oder Hirnhautentzündung einhergehen kann. Dabei ist die Sterblichkeit besonders hoch, welche bis zu 20 Prozent der gemeldeten Listeriose-Fälle beträgt.</p><p>Besonders prekär ist, dass es in der Schweiz keine gesetzlichen Grenzwerte für Listerien oder EHEC gibt. Zwar sind Hersteller verpflichtet, gesundheitsschädliche Lebensmittel aus dem Verkehr zu ziehen, doch präventive Massnahmen fehlen.<span class="fussnotenlink">2</span></p><h2>Anstieg von Darmerkrankungen über die Festtage</h2><p>Besondere Vorsicht im Umgang mit Fondue Chinoise wird schon seit Langem empfohlen. Bereits 2014 zeigte eine Studie des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts (Swiss TPH), dass während der Weihnachtszeit Darminfektionen deutlich zunehmen. Rund die Hälfte dieser Lebensmittelinfektionen gehen auf den Konsum von Fondue Chinoise zurück.<span class="fussnotenlink">3&nbsp;</span><br>Beim Testergebnis von Saldo handelt es sich also nicht um einen Zufall – die Keimbelastung von Fondue Chinoise ist eher die Regel als die Ausnahme. Dabei sind auch frische Fleischplatten von Metzgereien problematisch, wie eine Untersuchung des Gesundheitstipp aus dem Jahr 2018 zeigt: Vier von zehn Fleischplatten waren mit den Bakterien Pseudomonaden oder Campylobacter belastet.<span class="fussnotenlink">4</span><br>Besonders Campylobacter ist eine der am häufigsten durch Lebensmittel übertragenen bakteriellen Erkrankungen in der Schweiz. Jährlich erkranken 7000 bis 8000 Menschen an Campylobacter-Infektionen.<span class="fussnotenlink">5</span> Pouletfeisch ist besonders häufig mit dem Bakterium belastet: In einer Studie von 2010 fand das BAG in über 38 Prozent der untersuchten Proben Spuren von Campylobacter-Keimen. Dabei war Schweizer Fleisch mit 45 Prozent sogar häufiger verseucht als importiertes Fleisch mit 31 Prozent.<span class="fussnotenlink">6</span></p><h2>Mangelnde Hygiene als Hauptursache für Lebensmittelinfektionen</h2><p>Die gesundheitlichen Risiken durch Fondue Chinoise resultieren nicht nur aus der Keimbelastung des Fleisches, sondern in erster Linie aus unsachgemässer Handhabung: Werden zuvor (tief-)gekühlte Fleischplatten zu lange bei Raumtemperatur gelagert, können sich Bakterien rasch vermehren. Wird das Fleisch anschliessend nicht ausreichend lange oder heiss gegart, überleben diese Keime und können Krankheiten verursachen. Ebenso ist es essenziell, rohes Fleisch strikt von Beilagen zu trennen, da sich die krankmachenden Erreger im Fleischsaft befinden. Rohes Fleisch sollte niemals auf demselben Schneidebrett wie andere frische Zutaten geschnitten werden, und für die Zubereitung sollten separate Bestecke verwendet werden. Auch das Abschlecken der Finger birgt ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Auf all diese Hygienemängel weist das Merkblatt des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zu den Hygieneregeln bei der Zubereitung von Fondue Chinoise hin.<span class="fussnotenlink">7</span></p><h2>Veganes Festtagsessen als Lösung</h2><p>Hinsichtlich der Minimierung des Risikos einer Lebensmittelinfektion ist es am effektivsten, kein Fleisch aufzutischen. Zwar können auch pflanzliche Lebensmittel Keime tragen, diese stammen jedoch meist aus der Tierhaltung, etwa durch mit Fäkalien verunreinigte Düngemittel. Gründliches Waschen von Gemüse und sachgemässe Lagerung reduzieren das Infektionsrisiko erheblich. Zusätzlich ist die Gefahr, antibiotikaresistente Keime über pflanzliche Lebensmittel aufzunehmen, deutlich geringer als bei Fleisch.<span class="fussnotenlink">8</span> Antibiotikaresistente Bakterien können beim Menschen zu tödlichen Krankheiten führen, da eigentlich leicht zu behandelnde Infektionen nicht mehr auf Antibiotika ansprechen.<span class="fussnotenlink">9</span> In der Schweiz sind Antibiotikaresistenzen längst ein ernstzunehmendes Thema: Ein Bericht des Bundes aus dem Jahr 2014 zeigt, dass drei von vier Poulet-Erzeugnissen mit antibiotikaresistenten Keimen kontaminiert sind.<span class="fussnotenlink">10</span> Swissveg hat diese Problematik in der Kampagne <a href="https://www.swissveg.ch/huhngesund?language=de" title="HuHngesund"><em>HuHngesund?</em></a> aufgegriffen.</p><p>Wer an den Festtagen eine sichere und tierleidfreie Alternative möchte, findet zahlreiche genussvolle vegane Optionen, die mindestens genauso festlich sind. <span style="background:transparent;">All diese Gerichte sorgen für festliche Stimmung – ganz ohne schlechtes Gewissen.</span></p><p style="line-height:100%;margin-bottom:0cm;">&nbsp;</p><div style="display:flex;flex-wrap:wrap;gap:20px;justify-content:center;"><figure style="text-align:center;width:45%;"><img style="height:auto;" src="/sites/swissveg.ch/files/fondue.jpeg" alt="Veganes Käsefondue oder Raclette (z.B. von New Roots)" width="100%"><figcaption>Veganes Käsefondue oder Raclette (z.B. von New Roots)</figcaption></figure><figure style="text-align:center;width:45%;"><img style="height:auto;" src="/sites/swissveg.ch/files/fondue-chinoise-vegan.jpg" alt="Veganes Fondue Chinoise" width="100%"><figcaption>Veganes Fondue Chinoise</figcaption></figure><figure style="text-align:center;width:45%;"><a href="https://www.swissveg.ch/recipe/detail?recipe_id=2270&amp;language=de"><img style="height:auto;" src="/sites/swissveg.ch/files/seitanfilet.jpg" alt="Seitanfilet im Teig" width="100%"></a><figcaption>Seitanfilet im Teig</figcaption></figure><figure style="text-align:center;width:45%;"><a href="https://www.swissveg.ch/recipe/detail?recipe_id=2442&amp;language=de"><img style="height:auto;" src="/sites/swissveg.ch/files/seitanbraten.jpg" alt="Festlicher Seitanbraten" width="100%"></a><figcaption>Festlicher Seitanbraten</figcaption></figure><figure style="text-align:center;width:45%;"><a href="https://www.swissveg.ch/recipe/detail?recipe_id=2346&amp;language=de"><img style="height:auto;" src="/sites/swissveg.ch/files/pastetli.jpg" alt="Vegane Pastetli" width="100%"></a><figcaption>Vegane Pastetli</figcaption></figure><figure style="text-align:center;width:45%;"><a href="https://www.swissveg.ch/recipe/detail?recipe_id=2492&amp;language=de"><img style="height:auto;" src="/sites/swissveg.ch/files/pilzstrudel.jpg" alt="Pilz-Tofu-Strudel" width="100%"></a><figcaption>Pilz-Tofu-Strudel</figcaption></figure></div></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li><p class="sdfootnote">Rindlisbacher, S. (2024, 4. Dezember). Fondue Chinoise im Test: Krankmachende Bakterien in zwei Produkten. Saldo. <a href="https://www.saldo.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/krankmachende-bakterien-in-zwei-produkten">https://www.saldo.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/krankmachende-bakterien-in-zwei-produkten</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Rindlisbacher, S. (2024, 4. Dezember). Fondue Chinoise im Test: Krankmachende Bakterien in zwei Produkten. Saldo. <a href="https://www.saldo.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/krankmachende-bakterien-in-zwei-produkten">https://www.saldo.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/krankmachende-bakterien-in-zwei-produkten</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Bless, P. J., Schmutz, C., Suter, K., Jost, M., Hattendorf, J., Mäusezahl-Feuz, M. &amp; Mäusezahl, D. (2014). A tradition and an epidemic: determinants of the campylobacteriosis winter peak in Switzerland. European Journal Of Epidemiology, 29(7), 527–537. <a href="https://doi.org/10.1007/s10654-014-9917-0">https://doi.org/10.1007/s10654-014-9917-0</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Arnold, J. (2018, 12. Dezember). Chinoise: Heikle Keime auf vier von zehn Fleischplatten. Gesundheitstipp. <a href="https://www.gesundheitstipp.ch/artikel/artikeldetail/chinoise-heikle-keime-auf-vier-von-zehn-fleischplatten">https://www.gesundheitstipp.ch/artikel/artikeldetail/chinoise-heikle-keime-auf-vier-von-zehn-fleischplatten</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (2016, 15. Dezember). Fondue Chinoise sicher geniessen: Lebensmittel-Infektion verhindern. <a href="https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/dokumentation/nsb-news-list.msg-id-64979.html">https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/dokumentation/nsb-news-list.msg-id-64979.html</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Baumgartner, A., Felleisen, R. &amp; Gut, C. (2012). Campylobacter in der Schweiz: Risikofaktoren und Massnahmen zum Umgang mit der Problematik (Bundesamt für Gesundheit, Hrsg.). <a href="https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/campylobacter-schweiz-risikoanalyse-blv.pdf.download.pdf/Campylobacter%20in%20der%20Schweiz%20%E2%80%93%20Risikoanalyse%20des%20BLV.pdf">https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/campylobacter-schweiz-risikoanalyse-blv.pdf.download.pdf/Campylobacter%20in%20der%20Schweiz%20%E2%80%93%20Risikoanalyse%20des%20BLV.pdf</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (o.&nbsp;D.). Hygieneregeln bei der Zubereitung von Fondue Chinoise. <a href="https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/rechts-und-vollzugsgrundlagen/hilfsmittel-vollzugsgrundlagen/leitfaeden-merkblaetter-archiv/mb-hygiene-fondue-chinoise.pdf.download.pdf/Hygieneregeln_bei_der_Zubereitung_von_Fondue_Chinoise_DE.pdf">https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/rechts-und-vollzugsgrundlagen/hilfsmittel-vollzugsgrundlagen/leitfaeden-merkblaetter-archiv/mb-hygiene-fondue-chinoise.pdf.download.pdf/Hygieneregeln_bei_der_Zubereitung_von_Fondue_Chinoise_DE.pdf</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (2022, 20. Mai). Bakterielle Krankheitserreger in Lebensmitteln. <a href="https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/bakterien.html">www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/bakterien.html</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Bundesamt für Gesundheit BAG, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV, Bundesamt für Landwirtschaft BLW &amp; Bundesamt für Umwelt BAFU. (2015). Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz. <a href="https://www.star.admin.ch/dam/star/de/dokumente/strategiebericht-star.pdf.download.pdf/strategiebericht-star-de.pdf">www.star.admin.ch/dam/star/de/dokumente/strategiebericht-star.pdf.download.pdf/strategiebericht-star-de.pdf</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Mennig, D. (2014, 2. Dezember). Multiresistente Keime im Pouletfleisch: Konsumenten in Gefahr. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). <a href="https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/gesundheit-multiresistente-keime-im-pouletfleisch-konsumenten-in-gefahr">www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/gesundheit-multiresistente-keime-im-pouletfleisch-konsumenten-in-gefahr</a></p></li></ol><p>&nbsp;</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/weihnachten?language=de" title="Veganes Weihnachtessen">Veganes Weihnachtsessen: Tipps für Rezepte und Familienfeier</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/gefahr-grillieren?language=de">Bund warnt vor den Folgen des Grillierens</a></li><li>Kampagne: <a href="https://www.swissveg.ch/huhngesund?language=de">HuHngesund? - Ungesund</a></li></ul></div> Mon, 23 Dec 2024 10:33:32 +0000 Christine 4123 at https://www.swissveg.ch Fondue Chinoise mit gefährlichen Keimen belastet https://www.swissveg.ch/de/fondue-chinoise-mit-keimen-belastet?language=it <span>Fondue Chinoise mit gefährlichen Keimen belastet</span> <span><span lang="" about="/de/user/2398" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>23. Dezember 2024 - 11:33</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">In der Schweiz gehört Fondue Chinoise zu den beliebtesten Gerichten während der Festtage. Doch immer wieder wird auf die Gefahren hingewiesen, die damit verbunden sind. Besonders alarmierend sind die jüngsten Testergebnisse des Saldo-Magazins: &nbsp;In tiefgekühltem Fondue Chinoise wurden gefährliche Keime wie Listerien und E. coli nachgewiesen.</p><h2>Saldo-Test findet krankmachende Bakterien</h2><p>In einer Untersuchung des Saldo-Magazins vom 4. Dezember 2024 wurden 16 verschiedene tiefgekühlte Fondue Chinoise Produkte von Coop, Migros, Aldi und Lidl auf Bakterien untersucht. Vier der getesteten Produkte waren mit Keimen belastet.<span class="fussnotenlink">1</span><br>Im Kalbfleischprodukt von Lidl wurde das E. coli-Bakterium «EHEC» nachgewiesen. Dieses kann schwere Beschwerden wie Durchfall, Bauchkrämpfe und Fieber hervorrufen. In seltenen Fällen können auch Organe wie die Bauchspeicheldrüse und das Herz geschädigt werden.<br>Alle drei getesteten Trutenprodukte enthielten zudem Listerien. Während in zwei Produkten das als unbedenklich geltende Bakterium Listeria welshimeri gefunden wurde, enthielt ein Produkt von Aldi das krankmachende Bakterium Listeria monocytogenes. Dies ist besonders besorgniserregend, da Listerien zu einer Listeriose mit Durchfall, Erbrechen und grippeähnlichen Symptomen führen können. Insbesondere für geschwächte Personen oder Schwangere stellt die Listeriose eine erhebliche Gesundheitsgefahr dar, da diese mit schwerwiegenden Erkrankungen wie z.B. einer Blutvergiftung, Lungen- oder Hirnhautentzündung einhergehen kann. Dabei ist die Sterblichkeit besonders hoch, welche bis zu 20 Prozent der gemeldeten Listeriose-Fälle beträgt.</p><p>Besonders prekär ist, dass es in der Schweiz keine gesetzlichen Grenzwerte für Listerien oder EHEC gibt. Zwar sind Hersteller verpflichtet, gesundheitsschädliche Lebensmittel aus dem Verkehr zu ziehen, doch präventive Massnahmen fehlen.<span class="fussnotenlink">2</span></p><h2>Anstieg von Darmerkrankungen über die Festtage</h2><p>Besondere Vorsicht im Umgang mit Fondue Chinoise wird schon seit Langem empfohlen. Bereits 2014 zeigte eine Studie des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts (Swiss TPH), dass während der Weihnachtszeit Darminfektionen deutlich zunehmen. Rund die Hälfte dieser Lebensmittelinfektionen gehen auf den Konsum von Fondue Chinoise zurück.<span class="fussnotenlink">3&nbsp;</span><br>Beim Testergebnis von Saldo handelt es sich also nicht um einen Zufall – die Keimbelastung von Fondue Chinoise ist eher die Regel als die Ausnahme. Dabei sind auch frische Fleischplatten von Metzgereien problematisch, wie eine Untersuchung des Gesundheitstipp aus dem Jahr 2018 zeigt: Vier von zehn Fleischplatten waren mit den Bakterien Pseudomonaden oder Campylobacter belastet.<span class="fussnotenlink">4</span><br>Besonders Campylobacter ist eine der am häufigsten durch Lebensmittel übertragenen bakteriellen Erkrankungen in der Schweiz. Jährlich erkranken 7000 bis 8000 Menschen an Campylobacter-Infektionen.<span class="fussnotenlink">5</span> Pouletfeisch ist besonders häufig mit dem Bakterium belastet: In einer Studie von 2010 fand das BAG in über 38 Prozent der untersuchten Proben Spuren von Campylobacter-Keimen. Dabei war Schweizer Fleisch mit 45 Prozent sogar häufiger verseucht als importiertes Fleisch mit 31 Prozent.<span class="fussnotenlink">6</span></p><h2>Mangelnde Hygiene als Hauptursache für Lebensmittelinfektionen</h2><p>Die gesundheitlichen Risiken durch Fondue Chinoise resultieren nicht nur aus der Keimbelastung des Fleisches, sondern in erster Linie aus unsachgemässer Handhabung: Werden zuvor (tief-)gekühlte Fleischplatten zu lange bei Raumtemperatur gelagert, können sich Bakterien rasch vermehren. Wird das Fleisch anschliessend nicht ausreichend lange oder heiss gegart, überleben diese Keime und können Krankheiten verursachen. Ebenso ist es essenziell, rohes Fleisch strikt von Beilagen zu trennen, da sich die krankmachenden Erreger im Fleischsaft befinden. Rohes Fleisch sollte niemals auf demselben Schneidebrett wie andere frische Zutaten geschnitten werden, und für die Zubereitung sollten separate Bestecke verwendet werden. Auch das Abschlecken der Finger birgt ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Auf all diese Hygienemängel weist das Merkblatt des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zu den Hygieneregeln bei der Zubereitung von Fondue Chinoise hin.<span class="fussnotenlink">7</span></p><h2>Veganes Festtagsessen als Lösung</h2><p>Hinsichtlich der Minimierung des Risikos einer Lebensmittelinfektion ist es am effektivsten, kein Fleisch aufzutischen. Zwar können auch pflanzliche Lebensmittel Keime tragen, diese stammen jedoch meist aus der Tierhaltung, etwa durch mit Fäkalien verunreinigte Düngemittel. Gründliches Waschen von Gemüse und sachgemässe Lagerung reduzieren das Infektionsrisiko erheblich. Zusätzlich ist die Gefahr, antibiotikaresistente Keime über pflanzliche Lebensmittel aufzunehmen, deutlich geringer als bei Fleisch.<span class="fussnotenlink">8</span> Antibiotikaresistente Bakterien können beim Menschen zu tödlichen Krankheiten führen, da eigentlich leicht zu behandelnde Infektionen nicht mehr auf Antibiotika ansprechen.<span class="fussnotenlink">9</span> In der Schweiz sind Antibiotikaresistenzen längst ein ernstzunehmendes Thema: Ein Bericht des Bundes aus dem Jahr 2014 zeigt, dass drei von vier Poulet-Erzeugnissen mit antibiotikaresistenten Keimen kontaminiert sind.<span class="fussnotenlink">10</span> Swissveg hat diese Problematik in der Kampagne <a href="https://www.swissveg.ch/huhngesund?language=de" title="HuHngesund"><em>HuHngesund?</em></a> aufgegriffen.</p><p>Wer an den Festtagen eine sichere und tierleidfreie Alternative möchte, findet zahlreiche genussvolle vegane Optionen, die mindestens genauso festlich sind. <span style="background:transparent;">All diese Gerichte sorgen für festliche Stimmung – ganz ohne schlechtes Gewissen.</span></p><p style="line-height:100%;margin-bottom:0cm;">&nbsp;</p><div style="display:flex;flex-wrap:wrap;gap:20px;justify-content:center;"><figure style="text-align:center;width:45%;"><img style="height:auto;" src="/sites/swissveg.ch/files/fondue.jpeg" alt="Veganes Käsefondue oder Raclette (z.B. von New Roots)" width="100%"><figcaption>Veganes Käsefondue oder Raclette (z.B. von New Roots)</figcaption></figure><figure style="text-align:center;width:45%;"><img style="height:auto;" src="/sites/swissveg.ch/files/fondue-chinoise-vegan.jpg" alt="Veganes Fondue Chinoise" width="100%"><figcaption>Veganes Fondue Chinoise</figcaption></figure><figure style="text-align:center;width:45%;"><a href="https://www.swissveg.ch/recipe/detail?recipe_id=2270&amp;language=de"><img style="height:auto;" src="/sites/swissveg.ch/files/seitanfilet.jpg" alt="Seitanfilet im Teig" width="100%"></a><figcaption>Seitanfilet im Teig</figcaption></figure><figure style="text-align:center;width:45%;"><a href="https://www.swissveg.ch/recipe/detail?recipe_id=2442&amp;language=de"><img style="height:auto;" src="/sites/swissveg.ch/files/seitanbraten.jpg" alt="Festlicher Seitanbraten" width="100%"></a><figcaption>Festlicher Seitanbraten</figcaption></figure><figure style="text-align:center;width:45%;"><a href="https://www.swissveg.ch/recipe/detail?recipe_id=2346&amp;language=de"><img style="height:auto;" src="/sites/swissveg.ch/files/pastetli.jpg" alt="Vegane Pastetli" width="100%"></a><figcaption>Vegane Pastetli</figcaption></figure><figure style="text-align:center;width:45%;"><a href="https://www.swissveg.ch/recipe/detail?recipe_id=2492&amp;language=de"><img style="height:auto;" src="/sites/swissveg.ch/files/pilzstrudel.jpg" alt="Pilz-Tofu-Strudel" width="100%"></a><figcaption>Pilz-Tofu-Strudel</figcaption></figure></div></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li><p class="sdfootnote">Rindlisbacher, S. (2024, 4. Dezember). Fondue Chinoise im Test: Krankmachende Bakterien in zwei Produkten. Saldo. <a href="https://www.saldo.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/krankmachende-bakterien-in-zwei-produkten">https://www.saldo.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/krankmachende-bakterien-in-zwei-produkten</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Rindlisbacher, S. (2024, 4. Dezember). Fondue Chinoise im Test: Krankmachende Bakterien in zwei Produkten. Saldo. <a href="https://www.saldo.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/krankmachende-bakterien-in-zwei-produkten">https://www.saldo.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/krankmachende-bakterien-in-zwei-produkten</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Bless, P. J., Schmutz, C., Suter, K., Jost, M., Hattendorf, J., Mäusezahl-Feuz, M. &amp; Mäusezahl, D. (2014). A tradition and an epidemic: determinants of the campylobacteriosis winter peak in Switzerland. European Journal Of Epidemiology, 29(7), 527–537. <a href="https://doi.org/10.1007/s10654-014-9917-0">https://doi.org/10.1007/s10654-014-9917-0</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Arnold, J. (2018, 12. Dezember). Chinoise: Heikle Keime auf vier von zehn Fleischplatten. Gesundheitstipp. <a href="https://www.gesundheitstipp.ch/artikel/artikeldetail/chinoise-heikle-keime-auf-vier-von-zehn-fleischplatten">https://www.gesundheitstipp.ch/artikel/artikeldetail/chinoise-heikle-keime-auf-vier-von-zehn-fleischplatten</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (2016, 15. Dezember). Fondue Chinoise sicher geniessen: Lebensmittel-Infektion verhindern. <a href="https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/dokumentation/nsb-news-list.msg-id-64979.html">https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/dokumentation/nsb-news-list.msg-id-64979.html</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Baumgartner, A., Felleisen, R. &amp; Gut, C. (2012). Campylobacter in der Schweiz: Risikofaktoren und Massnahmen zum Umgang mit der Problematik (Bundesamt für Gesundheit, Hrsg.). <a href="https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/campylobacter-schweiz-risikoanalyse-blv.pdf.download.pdf/Campylobacter%20in%20der%20Schweiz%20%E2%80%93%20Risikoanalyse%20des%20BLV.pdf">https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/campylobacter-schweiz-risikoanalyse-blv.pdf.download.pdf/Campylobacter%20in%20der%20Schweiz%20%E2%80%93%20Risikoanalyse%20des%20BLV.pdf</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (o.&nbsp;D.). Hygieneregeln bei der Zubereitung von Fondue Chinoise. <a href="https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/rechts-und-vollzugsgrundlagen/hilfsmittel-vollzugsgrundlagen/leitfaeden-merkblaetter-archiv/mb-hygiene-fondue-chinoise.pdf.download.pdf/Hygieneregeln_bei_der_Zubereitung_von_Fondue_Chinoise_DE.pdf">https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/rechts-und-vollzugsgrundlagen/hilfsmittel-vollzugsgrundlagen/leitfaeden-merkblaetter-archiv/mb-hygiene-fondue-chinoise.pdf.download.pdf/Hygieneregeln_bei_der_Zubereitung_von_Fondue_Chinoise_DE.pdf</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (2022, 20. Mai). Bakterielle Krankheitserreger in Lebensmitteln. <a href="https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/bakterien.html">www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/bakterien.html</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Bundesamt für Gesundheit BAG, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV, Bundesamt für Landwirtschaft BLW &amp; Bundesamt für Umwelt BAFU. (2015). Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz. <a href="https://www.star.admin.ch/dam/star/de/dokumente/strategiebericht-star.pdf.download.pdf/strategiebericht-star-de.pdf">www.star.admin.ch/dam/star/de/dokumente/strategiebericht-star.pdf.download.pdf/strategiebericht-star-de.pdf</a></p></li><li><p class="sdfootnote">Mennig, D. (2014, 2. Dezember). Multiresistente Keime im Pouletfleisch: Konsumenten in Gefahr. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). <a href="https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/gesundheit-multiresistente-keime-im-pouletfleisch-konsumenten-in-gefahr">www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/gesundheit-multiresistente-keime-im-pouletfleisch-konsumenten-in-gefahr</a></p></li></ol><p>&nbsp;</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/weihnachten?language=de" title="Veganes Weihnachtessen">Veganes Weihnachtsessen: Tipps für Rezepte und Familienfeier</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/gefahr-grillieren?language=de">Bund warnt vor den Folgen des Grillierens</a></li><li>Kampagne: <a href="https://www.swissveg.ch/huhngesund?language=de">HuHngesund? - Ungesund</a></li></ul></div> Mon, 23 Dec 2024 10:33:32 +0000 Christine 4123 at https://www.swissveg.ch Bund warnt vor den Folgen des Grillierens https://www.swissveg.ch/de/gefahr-grillieren?language=it <span>Bund warnt vor den Folgen des Grillierens</span> <span><span lang="" about="/de/user/2398?language=it" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>14. August 2024 - 11:24</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat pünktlich zur Grillsaison ein Merkblatt herausgegeben mit dem Titel «Hygiene beim Grillieren sorgt für ein ungetrübtes Vergnügen». Darin wird vor den möglichen Folgen des Verzehrs von grilliertem Fleisch gewarnt.</p><h2>Belastung mit Salmonellen und Kolibakterien</h2><p>«Wenn Sonne und angenehme Temperaturen die Menschen im Sommer ins Freie locken, beginnt die beliebte Grillsaison. Leider wird beim Grillieren nicht immer auf die notwendige Hygiene geachtet, weshalb es zu Lebensmittelinfektionen kommen kann. [...]» Mit diesen zwei Sätzen beginnt das Merkblatt des BLV.<span class="fussnotenlink">1</span><br>Denn rohe Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel, Eier, Fisch und Meeresfrüchte können Keime enthalten. Unsachgemässe Lagerung und Zubereitung können diese Keime auf den Menschen übertragen und zu Magen-Darm-Erkrankungen führen.<span class="fussnotenlink">2&nbsp;</span></p><p class="zitat">«Auf rohem Fleisch muss mit unerwünschten Keimen gerechnet werden: Geflügelfleisch ist häufig mit Campylobacter belastet, seltener mit Salmonellen; Rindfleisch kann pathogene Kolibakterien enthalten und Schweinefleisch Yersinia enterocolitica oder Salmonellen. Die Konsumentinnen und Konsumenten können dies jedoch nicht erkennen, da die Qualität (Geschmack, Geruch, Farbe) des betroffenen Fleisches überhaupt nicht beeinträchtigt ist.»<span class="fussnotenlink">3&nbsp;</span></p><p>Diese Keime würden aber nur eine Gefahr darstellen, wenn bei der Zubereitung die «gängigen Hygieneregeln» nicht beachtet werden. Die vier wichtigsten Hygieneregeln sind gemäss dem BLV:&nbsp;<br>&nbsp; &nbsp;1. Reinigen von Händen und Arbeitsutensilien (z.B. Gabeln oder Grillzangen).&nbsp;<br>&nbsp; &nbsp;2. Finger nicht ablecken und übriggebliebene Marinade nicht kalt verzehren.<br>&nbsp; &nbsp;3. Fleisch vollständig durchbraten.<br>&nbsp; &nbsp;4. Separate Teller für rohes und gegrilltes Fleisch verwenden.<span class="fussnotenlink">4</span>&nbsp;</p><p><br>Als weiterführende Literatur verweist das BLV auf ein Merkblatt über den Umgang mit rohem Fleisch.</p><h2>Gängige Hygieneregeln?</h2><p>Es stellt sich die Frage, ob die oben genannten Hygieneregeln wirklich so gängig sind wie vom BLV behauptet. Bereits ein Bericht des Bundesamts für Gesundheit (BAG) aus dem Jahr 2002 zeigt, dass die Küchenhygiene in Privathaushalten nachlässt. Mögliche Gründe hierfür seien unter anderem die Verbreitung von Convenience Food (Fertiggerichten), wodurch das Wissen in der Küche abgenommen habe. Reisen ins Ausland und der Verzehr von Geflügelfleisch seien die zwei grössten Risikofaktoren für eine Erkrankung wegen Salmonellen- und Campylobacter-Keimen. Schon damals wurde eine Aufklärungskampagne zum Umgang mit rohem Fleisch lanciert, um Wissenslücken – konkret regelmässiges Händewaschen, rohes Fleisch immer kühl lagern und schnell aufbrauchen – zu schliessen.<span class="fussnotenlink">5</span> Der Trend hin zu Fertiggerichten hat sich in den letzten Jahren weiter verstärkt. Daher ist davon auszugehen, dass «gängige Hygieneregeln» immer mehr verlernt werden.</p><h2>Lebensmittelinfektionen immer häufiger</h2><p>Jährlich erkranken mehrere tausend Menschen an Lebensmittelinfektionen, was hohe Gesundheitskosten verursacht: In der Schweiz werden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) jährlich bis zu 10'000 Fälle von Lebensmittelinfektionen gemeldet, davon 7'000-8'000 Campylobacterinfektionen, die häufig Durchfall verursachen. Diese Infektionen verursachen Gesamtkosten von bis zu 50 Mio. Franken, wovon 10 Mio. auf Campylobacterinfektionen entfallen.<span class="fussnotenlink">6</span>&nbsp;<br>Dabei ist die Zahl der Krankheitsausbrüche in den letzten Jahren deutlich angestiegen: 2020 wurden 13 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche verzeichnet, 2021 bereits 37 und 2022 40. Ein Krankheitsausbruch liegt vor, wenn eine Krankheit oder Infektion bei mindestens zwei Personen auftritt und mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dasselbe Lebensmittel zurückgeführt werden kann oder die Anzahl der lebensmittelbedingten Krankheitsfälle deutlich höher ist als erwartet. Ein Krankheitsausbruch geht somit mit mehreren Fällen einher. Beispielsweise gab es im Jahr 2022 schweizweit 40 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche wodurch mehr als 780 Personen erkrankten. Diese Zahl ist deutlich tiefer als die aller Lebensmittelinfektionen, da diese keine Einzelfälle, sondern nur zusammenhängende Fälle berücksichtigt. Es ist ausserdem zu beachten, dass nicht alle lebensmittelbedingten Infektionen gemeldet werden – die Dunkelziffer fällt also wahrscheinlich deutlich höher aus.<span class="fussnotenlink">7</span></p><h2>Achtung vor Antibiotikaresistenzen und Langzeitfolgen</h2><p>Was viele nicht wissen: Fleisch kann nicht nur mit unerwünschten Bakterien belastet sein, sondern diese Bakterien können auch noch antibiotikaresistent sein. Diese antibiotikaresistenten Bakterien stellen ein immer grösseres Gesundheitsproblem dar und werden durch den Konsum tierischer Produkte gefördert. Antibiotika werden in der Massentierhaltung standardmässig eingesetzt, wodurch es vermehrt zu Antibiotikaresistenzen kommt und Antibiotika wirkungslos werden. Dies kann beim Menschen zu tödlichen Krankheiten führen, da eigentlich leicht zu behandelnde Infektionen nicht mehr auf Antibiotika ansprechen.<span class="fussnotenlink">8</span> Zwar lässt sich das Risiko gemäss dem BLV mit dem richtigen Umgang mit Lebensmitteln verringern – doch die Gefahr besteht weiterhin.<span class="fussnotenlink">9</span> Insbesondere, wenn man solchen Antibiotikaresistenzen häufig ausgesetzt ist, erhöht sich das Risiko einer «Übertragung» auf den Menschen massgeblich. In der Schweiz sind Antibiotikaresistenzen längst ein ernstzunehmendes Thema: Ein Bericht des Bundes aus dem Jahr 2014 zeigt, dass drei von vier Poulet-Erzeugnissen mit antibiotikaresistenten Keimen kontaminiert sind.<span class="fussnotenlink">10</span></p><center><p><iframe allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen="" frameborder="0" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/OsL7Mlu4fLQ" width="560"></iframe></p></center><p class="text-align-center"><em>Video zur Swissveg-Kampagne </em><a href="https://www.swissveg.ch/huhngesund?language=de" title="Kampagne: «HuHngesund? - Ungesund»"><em>«HuHngesund? - Ungesund»</em></a><em>.</em></p><p>&nbsp;<br>Was auch nicht ausser Acht gelassen werden darf, sind die möglichen Langzeitfolgen des Konsums von verarbeitetem sowie rotem Fleisch. Auf dem Grill landen mehrheitlich Würste, Grillspiessli, Spareribs oder auch mal ein Steak, also mehrheitlich verarbeite bzw. rote Fleischwaren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft verarbeitetes Fleisch wie Speck, Wurstwaren oder Schinken als «krebserregend» und rotes Fleisch als «wahrscheinlich krebserregend» ein. Gemäss aktueller Studienlage erhöht ein Konsum ab 50 g pro Tag die Sterblichkeit sowie das Risiko für Dickdarmkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.<span class="fussnotenlink">11, 12</span></p><h2>Lösung: Kein Fleisch grillieren!</h2><p>Um die oben genannten Probleme zu umgehen, ist der einfachste Weg, erst gar kein Fleisch zu grillieren. Dieser Vorschlag wird aber vom BLV scheinbar nicht in Erwägung gezogen. Kürzlich hat der Bundesrat sogar wieder beschlossen, die Werbegelder für Schweizer Fleisch weiter zu verlängern – mit rund 34 Millionen Schweizer Franken pro Jahr.<span class="fussnotenlink">13</span> Und das, obwohl gemäss unserer <a href="https://www.swissveg.ch/umfrage_fleischwerbesubventionen?language=de" title="Umfrage">neuen repräsentativen Umfrage</a> die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung die Subventionierung von Fleischwerbung durch Steuergelder ablehnt. Dennoch ist für viele ein Stück Fleisch vom Grill einfach nicht wegzudenken. Was aber die Gefahr der ungewollten Keime am ehesten reduzieren würde, wäre, erst gar kein Fleisch aufzutischen. Denn auch Vegiwürste, Gemüse, Maiskolben und Co. machen sich super auf dem Grill. Zwar können auch Gemüse und andere pflanzliche Lebensmittel Träger von Keimen sein. Diese stammen jedoch meist ursprünglich aus der Tierhaltung, da die Pflanzen beispielsweise mit Fäkalien gedüngt werden. Allerdings besteht die Gefahr einer Lebensmittelinfektion in der Regel nur, wenn Gemüse nicht gründlich gewaschen wird oder Lebensmittel unsachgemäss gelagert werden. Zudem ist das Risiko einer Lebensmittelinfektion und Übertragung von antibiotikaresistenten Keimen deutlich geringer als bei Fleisch.<span class="fussnotenlink">14&nbsp;</span><br>Vorsicht ist dennoch geboten: Falls Fleisch mit vegetarischen Grilladen auf dem Grill landet, müssen die genannten Hygieneregeln weiterhin strikte beachtet werden. Denn über das Fleisch können die Keime auch auf andere Lebensmittel übertragen werden.<span class="fussnotenlink">15</span> Ein komplett pflanzliches Grillfest wäre also die beste Lösung für alle!</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (2024a). Hygiene beim Grillieren sorgt für ein ungetrübtes Vergnügen. <a href="https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/hygiene-beim-grillieren.pdf.download.pdf/Hygiene%20beim%20Grillieren.pdf" target="_blank">www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/hygiene-beim-grillieren.pdf.download.pdf/Hygiene%20beim%20Grillieren.pdf</a></li><li>Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (2024b, Februar 29). Richtig zubereiten – sicher geniessen. <a href="https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/hygiene.html" target="_blank">www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/hygiene.html</a></li><li>Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (2024a). Hygiene beim Grillieren sorgt für ein ungetrübtes Vergnügen. <a href="https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/hygiene-beim-grillieren.pdf.download.pdf/Hygiene%20beim%20Grillieren.pdf" target="_blank">www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/hygiene-beim-grillieren.pdf.download.pdf/Hygiene%20beim%20Grillieren.pdf</a></li><li>Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (2024a). Hygiene beim Grillieren sorgt für ein ungetrübtes Vergnügen. <a href="https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/hygiene-beim-grillieren.pdf.download.pdf/Hygiene%20beim%20Grillieren.pdf" target="_blank">www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/hygiene-beim-grillieren.pdf.download.pdf/Hygiene%20beim%20Grillieren.pdf</a></li><li>Schweizer Privatküchen weniger sauber. (2003, 7. Juli). swissinfo.ch. <a href="https://www.swissinfo.ch/ger/finanzplatz-schweiz/schweizer-privatkuechen-weniger-sauber/3397098" target="_blank">www.swissinfo.ch/ger/finanzplatz-schweiz/schweizer-privatkuechen-weniger-sauber/3397098</a></li><li>Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (2024b, Februar 29). Richtig zubereiten – sicher geniessen. <a href="https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/hygiene.html" target="_blank">www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/hygiene.html</a></li><li>Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (2023). Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche (S. 1–9). <a href="https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/bericht-lebensmittelbedingte-krankheitsausbrueche-2022.pdf.download.pdf/bericht-lebensmittelbedingte-krankheitsausbrueche-2022-de.pdf" target="_blank">www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/bericht-lebensmittelbedingte-krankheitsausbrueche-2022.pdf.download.pdf/bericht-lebensmittelbedingte-krankheitsausbrueche-2022-de.pdf</a></li><li>Bundesamt für Gesundheit BAG, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV, Bundesamt für Landwirtschaft BLW &amp; Bundesamt für Umwelt BAFU. (2015). Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz. <a href="https://www.star.admin.ch/dam/star/de/dokumente/strategiebericht-star.pdf.download.pdf/strategiebericht-star-de.pdf" target="_blank">www.star.admin.ch/dam/star/de/dokumente/strategiebericht-star.pdf.download.pdf/strategiebericht-star-de.pdf</a></li><li>Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (2024b, Februar 29). Richtig zubereiten – sicher geniessen. <a href="https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/hygiene.html" target="_blank">www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/hygiene.html</a></li><li>Mennig, D. (2014, 2. Dezember). Multiresistente Keime im Pouletfleisch: Konsumenten in Gefahr. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). <a href="https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/gesundheit-multiresistente-keime-im-pouletfleisch-konsumenten-in-gefahr" target="_blank">www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/gesundheit-multiresistente-keime-im-pouletfleisch-konsumenten-in-gefahr</a></li><li>World Health Organization. (2015, 26. Oktober). Cancer: Carcinogenicity of the consumption of red meat and processed meat. <a href="https://www.who.int/news-room/questions-and-answers/item/cancer-carcinogenicity-of-the-consumption-of-red-meat-and-processed-meat" target="_blank">www.who.int/news-room/questions-and-answers/item/cancer-carcinogenicity-of-the-consumption-of-red-meat-and-processed-meat</a></li><li>Farvid, M. S., Sidahmed, E., Spence, N. D., Angua, K. M., Rosner, B. A. &amp; Barnett, J. B. (2021). Consumption of red meat and processed meat and cancer incidence: a systematic review and meta-analysis of prospective studies. European Journal Of Epidemiology, 36(9), 937–951. <a href="https://doi.org/10.1007/s10654-021-00741-9" target="_blank">doi.org/10.1007/s10654-021-00741-9</a></li><li>Pinto, C. (2024, 29. Juli). Schweizer Fleisch: Bund zahlt weiter Millionen für das Marketing. Tages-Anzeiger. <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/schweizer-fleisch-bund-zahlt-weiter-millionen-fuer-das-marketing-281803156594" target="_blank">www.tagesanzeiger.ch/schweizer-fleisch-bund-zahlt-weiter-millionen-fuer-das-marketing-281803156594</a></li><li>Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (2022, 20. Mai). Bakterielle Krankheitserreger in Lebensmitteln. <a href="https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/bakterien.html" target="_blank">www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/krankheitserreger-und-hygiene/bakterien.html</a></li><li>Bundesinstitut für Risikobewertung. (2014). Schutz vor Infektionen mit enterohämorrhagischen E. coli (EHEC). <a href="https://www.bfr.bund.de/cm/350/verbrauchertipps-schutz-vor-infektionen-mit-enterohaemorrhagischen-e-coli-ehec.pdf" target="_blank">www.bfr.bund.de/cm/350/verbrauchertipps-schutz-vor-infektionen-mit-enterohaemorrhagischen-e-coli-ehec.pdf</a></li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/umfrage_fleischwerbesubventionen?language=de" title="Umfrage">Umfrage zu Subventionen: Bevölkerung lehnt Steuergelder für Fleischwerbung ab</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/pflanzliche-ernaehrung-senkt-krankheitsrisiko?language=de" title="Pflanzliche Ernährung senkt Krankheitsrisiko">Pflanzliche Ernährung senkt Krankheitsrisiko</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/vegane-lebensmittel?language=de" title="Vegane Lebensmittel">Vegane Lebensmittel – gesund oder nicht?</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/widersprueche-schweizer-politik?language=de" title="Kampagne">Kampagne «Widersprüche der Schweizer Politik»</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/huhngesund?language=de" title="Kampagne: «HuHngesund? - Ungesund»">Kampagne: «HuHngesund? - Ungesund»</a></li></ul></div> Wed, 14 Aug 2024 09:24:07 +0000 Christine 4109 at https://www.swissveg.ch Pflanzliche Ernährung senkt Krankheitsrisiko https://www.swissveg.ch/de/pflanzliche-ernaehrung-senkt-krankheitsrisiko?language=it <span>Pflanzliche Ernährung senkt Krankheitsrisiko</span> <span><span lang="" about="/de/user/2398?language=it" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>8. Juli 2024 - 10:30</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Aktuelle Studien bestätigen, dass eine pflanzliche Ernährung das Risiko für verschiedene Erkrankungen verringert.</p><h2>Hauptrisikofaktor Ernährung</h2><p>Nicht-übertragbare Krankheiten (NCDs) werden immer häufiger. Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkte oder Schlaganfälle), eine der häufigsten NCDs, sind Bluthochdruck sowie ernährungsbedingte Risiken.<span class="fussnotenlink">1</span> Im Jahr 2019 starben alleine in Europa 1,55 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die auf eine suboptimale Ernährung zurückzuführen waren – was 16 Prozent aller Gesamttodesfälle ausmachte.<span class="fussnotenlink">2</span> Auch in der Schweiz waren im Jahr 2022 Herz-Kreislauf-Erkrankungen für fast 28 Prozent aller Todesfälle verantwortlich.<span class="fussnotenlink">3</span></p><h2>Salz und Fleisch besonders schädlich</h2><p>Da die Ernährung eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen NCDs spielt, untersuchte eine systematische Analyse den Einfluss 13 verschiedener Ernährungsrisiken auf die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in 54 verschiedenen europäischen Ländern.<span class="fussnotenlink">4</span> Für die Datenerhebung wurden Verbrauchsdaten aus repräsentativen Ernährungserhebungen, Einkommens- und Verbrauchsstichproben, Agrarstatistiken, Lebensmittel-Verkaufsdaten und 24-Stunden-Urinproben verwendet. Anhand dieser Verbrauchsdaten wurde anschliessend mit den Daten der Studie «Global Burden of Disease» (GBD) das Krankheitsrisiko berechnet.</p><p>Die Resultate zeigen klar: Vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirkt eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen, Früchten und Gemüse, Nahrungsfasern bzw. Ballaststoffen sowie mehrfach ungesättigten Fettsäuren und den marinen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Salz, rotem bzw. verarbeitetem Fleisch, Transfettsäuren und Süssgetränken wirkt hingegen krankheitsfördernd.</p><p>Beispielweise ist eine Mindestaufnahme von 35 bis165 g Vollkornprodukten pro Tag mit dem geringsten Sterberisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Eine höhere Aufnahme reduziert das Sterberisiko weiter. Hingegen sollte man max. 12,5 g Salz konsumieren, um das Sterberisiko nicht zu erhöhen. Alles darüber erhöht das Sterberisiko. Für alle weiteren sich negativ auswirkenden Ernährungsfaktoren (rotes sowie verarbeitetes Fleisch, Transfettsäuren sowie Süssgetränke) gilt: je weniger, desto besser.</p><p><strong>Tab. 1: Ernährungsrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen geordnet nach der Anzahl Todesfälle</strong></p><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/ernaehrungsfaktoren.PNG" data-entity-uuid="e9d64770-bc6c-41a4-be23-b7262651e6b1" data-entity-type="file" alt="" width="749" height="600" /></p><p>* Die Referenzmenge bezieht sich bei den grün markierten Ernährungsfaktoren auf die minimale tägliche Aufnahme des Lebensmittels bzw. Lebensmittelbestandteils, die mit dem geringsten Sterberisiko verbunden ist. Bei den rot markierten Ernährungsfaktoren bezieht sich die Referenzmenge auf die maximale Aufnahme.</p><p>↑= Grosse Menge                <br />↓= Kleine Menge</p><p style="line-height:100%;margin-bottom:0cm;"><font style="font-size:12pt;" color="#bf0041" size="3">rot</font>= zu viel ist schädlich                <br /><font style="font-size:12pt;" color="#158466" size="3">grün</font>= zu wenig ist schädlich</p><h2>Ergebnisse sprechen für eine pflanzliche Ernährung</h2><p>Wie den Studienergebnissen zu entnehmen ist, wirken Ernährungsfaktoren, wie sie in einer ausgewogenen, pflanzlichen Ernährung vorkommen vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Einzige Ausnahme stellen Fisch und Meeresfrüchte dar, deren Konsum ebenfalls mit einem geringeren Krankheitsrisiko verbunden war. Die positive gesundheitliche Wirkung führen die  Studienautoren jedoch auf den hohen Gehalt an den Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) zurück. Diese sind in pflanzlicher Form aber auch in Algenöl enthalten. Algenöl bietet ausserdem gegenüber Fisch und Meeresfrüchten den Vorteil, dass dieses nicht mit gesundheitsschädlichen Schwermetallen und Giftstoffen belastet ist. Daher sind Algenöl-Supplemente als Omega-3-Quelle generell vorzuziehen.<span class="fussnotenlink">5</span></p><p>Im Gegensatz zu pflanzlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln wirken sich rotes und verarbeitetes Fleisch wie auch Lebensmittel, die reich an Salz und Transfettsäuren sind sowie Süssgetränke negativ auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit aus. Dies unterstreicht die Wichtigkeit einer pflanzlichen Ernährung, die reich an Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen sowie Früchten und Gemüse ist.</p><h2>Positiver Einfluss auf das Krebsrisiko</h2><p>Eine weitere aktuelle Studie – eine systematische Review (also eine Zusammenfassung vieler Einzelstudien) –  untersuchte ebenfalls den Einfluss einer pflanzlichen Ernährung auf die Gesundheit. Ähnlich wie in der oben beschriebenen Studie wurden einerseits Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht – zusätzlich aber auch jene für Krebserkrankungen.<span class="fussnotenlink">6</span> Die Ergebnisse zeigen, dass sich eine pflanzliche Ernährung nicht nur positiv auf die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirkt, sondern auch auf die Entstehung von Krebserkrankungen. Folgende Gesundheitsfaktoren konnten im Rahmen der Studie mit einer vegetarischen und veganen Ernährung verbessert werden: Blutfett- und Blutzuckerwerte, das Körpergewicht  bzw. der Body-Mass-Index (BMI), Entzündungswerte. Somit wurde das Risiko für Herzkrankheiten sowie Krebs reduziert.</p><h2>Ungesunde vegane Produkte?</h2><p>Immer wieder kursieren in den Medien Schlagzeilen, dass vegane Alternativprodukte ungesund seien. Wie auch zuletzt zu einer neuen Studie, die den Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedenen Lebensmittelgruppen untersuchte.<span class="fussnotenlink">7</span> Hierzu wurden diese in pflanzliche oder tierische Lebensmittel und nach ihrem Verarbeitungsgrad eingeteilt.</p><p>Die Medien machten Schlagzeilen wie diese daraus:</p><p class="zitat">«Vegane Ernährung: Fördern pflanzliche Lebensmittel Herzkrankheiten?»</p><p>Wenn man sich die Studie genau ansieht, wird allerdings ersichtlich, dass es in erster Linie um jegliche verarbeitete Lebensmittel geht, die pflanzlichen Ursprungs sind und im Rahmen einer Durchschnittsernährung konsumiert werden und nicht – wie suggeriert – um die vegane Ernährung.  Zu den «pflanzlichen Lebensmitteln» zählten in der Studie abgepacktes Brot, süsse Backwaren, Kekse, Margarine, Pommes Frites, Süssigkeiten, gesüsstes Müesli, Süssgetränke, Fruchtsäfte, salzige Snacks, industriell hergestellte Pizza und andere Fertiggerichte, alkoholische Getränke (Spirituosen), Saucen sowie vegane Fleischalternativen. Zu den hoch verarbeiteten tierischen Lebensmitteln wurden Milchgetränke, Würste, Chicken Nuggets und andere verarbeitete Fleischwaren, Dessert auf Milchbasis sowie Mayonnaise und Streichkäse gezählt.</p><p>Wie anhand der Ernährungserhebung menuCH ersichtlich ist, werden verarbeitete Lebensmittel, egal ob pflanzlich oder nicht, von der Allgemeinbevölkerung im Übermass konsumiert.<span class="fussnotenlink">8</span> Diese können also in jeder Ernährung vorkommen. Hoch verarbeitete Lebensmittel haben schlichtweg nichts mit einer ausgewogenen, veganen Ernährung zu tun. Auch Fleischalternativen finden immer häufiger Einzug in einer flexitarischen Ernährung, wie der Plant Based Food Report von Coop zeigt.<span class="fussnotenlink">9</span> Untersuchungen zeigen aber, dass die pflanzlichen Alternativen oft gesünder sind als das Fleischoriginal.</p><p><strong>Tab. 2: Beitrag zur Ernährung  (% der Gesamtenergiezufuhr) von hoch verarbeiteten Lebensmitteln (pflanzlich und tierisch)</strong></p><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/pflanzlich-tierisch.PNG" data-entity-uuid="b182cbe4-254b-40d6-bdbc-b0efb176beac" data-entity-type="file" alt="" width="900" height="700" /></p><p>Was die Schlagzeilen nicht verraten: In der Studie war der Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln, die nicht hoch verarbeitet sind, mit einem 7 Prozent geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einem 15 Prozent geringeren Sterberisiko für diese Krankheiten verbunden. Jedoch erhöhte der Verzehr von pflanzlichen, hoch verarbeiteten Lebensmitteln das Erkrankungsrisiko um 5 Prozent und die Sterblichkeit um 12 Prozent. Tierische Lebensmittel wurden in dieser Studie nicht genauer untersucht. Es wurde jedoch herausgefunden, dass der Konsum von hoch verarbeiteten Lebensmitteln – egal ob pflanzlich oder tierisch – das Erkrankungs- und Sterberisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhte. Der Konsum von gering verarbeiten pflanzlichen Lebensmitteln senkte jedoch das Krankheits- und Sterberisiko.</p><h2>Fazit: Ausgewogen und pflanzlich!</h2><p>Die aktuellen Studien unterstreichen die Wichtigkeit einer ausgewogenen pflanzlichen Ernährung. Diese kann sich auf unsere Gesundheit positiv auswirken, insbesondere auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebserkrankungen – den häufigsten Todesursachen in der Schweiz.<span class="fussnotenlink">10</span> Hoch verarbeitete Lebensmittel sollten soweit möglich gemieden werden – dies gilt für jede Ernährungsform. Jedoch haben nicht nur hoch verarbeitete Lebensmittel, die reich an Zucker, Salz und Transfettsäuren sind, einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit. Auch verarbeitetes und rotes Fleisch erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebs.</p><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/Ern%C3%A4hrungsteller.png" data-entity-uuid="91afb97f-a80b-43e3-a3c7-89ff2bac94d6" data-entity-type="file" alt="" width="600" height="600" /></p><p><strong>Abb. 1: Veganer Ernährungsteller</strong></p><p>Eine ausgewogene pflanzliche Ernährung setzt sich aus Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen sowie Früchten und Gemüse zusammen. Zudem sollte Vitamin B12, Omega 3 in Form von Algenöl sowie Selen supplementiert werden.<span class="fussnotenlink">11</span> Der Anteil hoch verarbeiteter Lebensmittel sollte möglichst gering sein. Weitere Infos dazu finden Sie in unserer <a href="https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/b6b0b8c11377/editions/93b87b7c99a619965eb0/pages" title="Infomaterial">Infobroschüre «Vegan für die Gesundheit»</a>.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>Bundesamt für Gesundheit BAG. (o.&nbsp;D.). Zahlen und Fakten zu nichtübertragbaren Krankheiten. <a href="https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/zahlen-und-statistiken/zahlen-fakten-nichtuebertragbare-krankheiten.html" target="_blank">www.bag.admin.ch/bag/de/home/zahlen-und-statistiken/zahlen-fakten-nichtuebertragbare-krankheiten.html</a></li><li>Pörschmann, T., Meier, T. &amp; Lorkowski, S. (2024). Cardiovascular mortality attributable to dietary risk factors in 54 countries in the WHO European Region from 1990 to 2019: an updated systematic analysis of the Global Burden of Disease Study. European Journal Of Preventive Cardiology. <a href="https://doi.org/10.1093/eurjpc/zwae136" target="_blank">doi.org/10.1093/eurjpc/zwae136</a></li><li>Bundesamt für Gesundheit BAG. (o.&nbsp;D.-a). Herz-Kreislauf-Erkrankungen. <a href="https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/krankheiten-im-ueberblick/herz-kreislauf-erkrankungen.html" target="_blank">www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/krankheiten-im-ueberblick/herz-kreislauf-erkrankungen.html</a></li><li>Pörschmann, T., Meier, T. &amp; Lorkowski, S. (2024). Cardiovascular mortality attributable to dietary risk factors in 54 countries in the WHO European Region from 1990 to 2019: an updated systematic analysis of the Global Burden of Disease Study. European Journal Of Preventive Cardiology. <a href="https://doi.org/10.1093/eurjpc/zwae136" target="_blank">doi.org/10.1093/eurjpc/zwae136</a></li><li>Bernhauser, I. (2022, 22. März). Omega-3-Fettsäuren – vegan ein Problem? ecodemy.&nbsp;<a href="www.ecodemy.de/magazin/omega-3-fettsaeuren-vegan" target="_blank">www.ecodemy.de/magazin/omega-3-fettsaeuren-vegan</a></li><li>Capodici, A., Mocciaro, G., Gori, D., Landry, M. J., Masini, A., Sanmarchi, F., Fiore, M., Coa, A. A., Castagna, G., Gardner, C. D. &amp; Guaraldi, F. (2024). Cardiovascular health and cancer risk associated with plant based diets: An umbrella review. PloS One, 19(5), e0300711. <a href="https://doi.org/10.1371/journal.pone.0300711" target="_blank">doi.org/10.1371/journal.pone.0300711</a></li><li>Rauber, F., Da Costa Louzada, M. L., Chang, K., Huybrechts, I., Gunter, M. J., Monteiro, C. A., Vamos, E. P. &amp; Levy, R. B. (2024). Implications of food ultra-processing on cardiovascular risk considering plant origin foods: an analysis of the UK Biobank cohort. ˜The œLancet Regional Health. Europe, 100948. <a href="https://doi.org/10.1016/j.lanepe.2024.100948">doi.org/10.1016/j.lanepe.2024.100948</a></li><li>Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (o.&nbsp;D.). Lebensmittelkonsum in der Schweiz. <a href="https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/ernaehrung/menuCH/menuch-lebensmittelkonsum-schweiz.html" target="_blank">www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/ernaehrung/menuCH/menuch-lebensmittelkonsum-schweiz.html</a></li><li>Coop. (2023). Plant Based Food Report 2023. <a href="https://www.coop.ch/content/dam/insieme/plantbased-report-2023/Coop-Plant-Based-Food-Report-2023_D.pdf" target="_blank">www.coop.ch/content/dam/insieme/plantbased-report-2023/Coop-Plant-Based-Food-Report-2023_D.pdf</a></li><li>Bundesamt für Gesundheit BAG. (o.&nbsp;D.). Zahlen und Fakten zu nichtübertragbaren Krankheiten. <a href="https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/zahlen-und-statistiken/zahlen-fakten-nichtuebertragbare-krankheiten.html" target="_blank">www.bag.admin.ch/bag/de/home/zahlen-und-statistiken/zahlen-fakten-nichtuebertragbare-krankheiten.html</a></li><li>Beil, B. (2022, 13. Juli). Vegane Ernährungspyramide - Neuester Stand der Wissenschaft. ecodemy.&nbsp;<a href="www.ecodemy.de/magazin/vegane-ernaehrungspyramide-neuester-stand" target="_blank">www.ecodemy.de/magazin/vegane-ernaehrungspyramide-neuester-stand</a></li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/vegane-lebensmittel?language=de" title="Vegane Lebensmittel">Vegane Lebensmittel – gesund oder nicht?</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/vegane-proteine?language=de">Vegane Proteine in der Ernährung</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/ultra-processed-food?language=de">Ultra-Processed Food</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/infomaterial?language=de">Infomaterial</a></li></ul></div> Mon, 08 Jul 2024 08:30:55 +0000 Christine 4108 at https://www.swissveg.ch Pflanzliche Ernährung senkt Krankheitsrisiko https://www.swissveg.ch/de/pflanzliche-ernaehrung-senkt-krankheitsrisiko?language=it <span>Pflanzliche Ernährung senkt Krankheitsrisiko</span> <span><span lang="" about="/de/user/2398?language=it" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>8. Juli 2024 - 10:30</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Aktuelle Studien bestätigen, dass eine pflanzliche Ernährung das Risiko für verschiedene Erkrankungen verringert.</p><h2>Hauptrisikofaktor Ernährung</h2><p>Nicht-übertragbare Krankheiten (NCDs) werden immer häufiger. Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkte oder Schlaganfälle), eine der häufigsten NCDs, sind Bluthochdruck sowie ernährungsbedingte Risiken.<span class="fussnotenlink">1</span> Im Jahr 2019 starben alleine in Europa 1,55 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die auf eine suboptimale Ernährung zurückzuführen waren – was 16 Prozent aller Gesamttodesfälle ausmachte.<span class="fussnotenlink">2</span> Auch in der Schweiz waren im Jahr 2022 Herz-Kreislauf-Erkrankungen für fast 28 Prozent aller Todesfälle verantwortlich.<span class="fussnotenlink">3</span></p><h2>Salz und Fleisch besonders schädlich</h2><p>Da die Ernährung eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen NCDs spielt, untersuchte eine systematische Analyse den Einfluss 13 verschiedener Ernährungsrisiken auf die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in 54 verschiedenen europäischen Ländern.<span class="fussnotenlink">4</span> Für die Datenerhebung wurden Verbrauchsdaten aus repräsentativen Ernährungserhebungen, Einkommens- und Verbrauchsstichproben, Agrarstatistiken, Lebensmittel-Verkaufsdaten und 24-Stunden-Urinproben verwendet. Anhand dieser Verbrauchsdaten wurde anschliessend mit den Daten der Studie «Global Burden of Disease» (GBD) das Krankheitsrisiko berechnet.</p><p>Die Resultate zeigen klar: Vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirkt eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen, Früchten und Gemüse, Nahrungsfasern bzw. Ballaststoffen sowie mehrfach ungesättigten Fettsäuren und den marinen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Salz, rotem bzw. verarbeitetem Fleisch, Transfettsäuren und Süssgetränken wirkt hingegen krankheitsfördernd.</p><p>Beispielweise ist eine Mindestaufnahme von 35 bis165 g Vollkornprodukten pro Tag mit dem geringsten Sterberisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Eine höhere Aufnahme reduziert das Sterberisiko weiter. Hingegen sollte man max. 12,5 g Salz konsumieren, um das Sterberisiko nicht zu erhöhen. Alles darüber erhöht das Sterberisiko. Für alle weiteren sich negativ auswirkenden Ernährungsfaktoren (rotes sowie verarbeitetes Fleisch, Transfettsäuren sowie Süssgetränke) gilt: je weniger, desto besser.</p><p><strong>Tab. 1: Ernährungsrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen geordnet nach der Anzahl Todesfälle</strong></p><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/ernaehrungsfaktoren.PNG" data-entity-uuid="e9d64770-bc6c-41a4-be23-b7262651e6b1" data-entity-type="file" alt="" width="749" height="600" /></p><p>* Die Referenzmenge bezieht sich bei den grün markierten Ernährungsfaktoren auf die minimale tägliche Aufnahme des Lebensmittels bzw. Lebensmittelbestandteils, die mit dem geringsten Sterberisiko verbunden ist. Bei den rot markierten Ernährungsfaktoren bezieht sich die Referenzmenge auf die maximale Aufnahme.</p><p>↑= Grosse Menge                <br />↓= Kleine Menge</p><p style="line-height:100%;margin-bottom:0cm;"><font style="font-size:12pt;" color="#bf0041" size="3">rot</font>= zu viel ist schädlich                <br /><font style="font-size:12pt;" color="#158466" size="3">grün</font>= zu wenig ist schädlich</p><h2>Ergebnisse sprechen für eine pflanzliche Ernährung</h2><p>Wie den Studienergebnissen zu entnehmen ist, wirken Ernährungsfaktoren, wie sie in einer ausgewogenen, pflanzlichen Ernährung vorkommen vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Einzige Ausnahme stellen Fisch und Meeresfrüchte dar, deren Konsum ebenfalls mit einem geringeren Krankheitsrisiko verbunden war. Die positive gesundheitliche Wirkung führen die  Studienautoren jedoch auf den hohen Gehalt an den Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) zurück. Diese sind in pflanzlicher Form aber auch in Algenöl enthalten. Algenöl bietet ausserdem gegenüber Fisch und Meeresfrüchten den Vorteil, dass dieses nicht mit gesundheitsschädlichen Schwermetallen und Giftstoffen belastet ist. Daher sind Algenöl-Supplemente als Omega-3-Quelle generell vorzuziehen.<span class="fussnotenlink">5</span></p><p>Im Gegensatz zu pflanzlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln wirken sich rotes und verarbeitetes Fleisch wie auch Lebensmittel, die reich an Salz und Transfettsäuren sind sowie Süssgetränke negativ auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit aus. Dies unterstreicht die Wichtigkeit einer pflanzlichen Ernährung, die reich an Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen sowie Früchten und Gemüse ist.</p><h2>Positiver Einfluss auf das Krebsrisiko</h2><p>Eine weitere aktuelle Studie – eine systematische Review (also eine Zusammenfassung vieler Einzelstudien) –  untersuchte ebenfalls den Einfluss einer pflanzlichen Ernährung auf die Gesundheit. Ähnlich wie in der oben beschriebenen Studie wurden einerseits Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht – zusätzlich aber auch jene für Krebserkrankungen.<span class="fussnotenlink">6</span> Die Ergebnisse zeigen, dass sich eine pflanzliche Ernährung nicht nur positiv auf die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirkt, sondern auch auf die Entstehung von Krebserkrankungen. Folgende Gesundheitsfaktoren konnten im Rahmen der Studie mit einer vegetarischen und veganen Ernährung verbessert werden: Blutfett- und Blutzuckerwerte, das Körpergewicht  bzw. der Body-Mass-Index (BMI), Entzündungswerte. Somit wurde das Risiko für Herzkrankheiten sowie Krebs reduziert.</p><h2>Ungesunde vegane Produkte?</h2><p>Immer wieder kursieren in den Medien Schlagzeilen, dass vegane Alternativprodukte ungesund seien. Wie auch zuletzt zu einer neuen Studie, die den Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedenen Lebensmittelgruppen untersuchte.<span class="fussnotenlink">7</span> Hierzu wurden diese in pflanzliche oder tierische Lebensmittel und nach ihrem Verarbeitungsgrad eingeteilt.</p><p>Die Medien machten Schlagzeilen wie diese daraus:</p><p class="zitat">«Vegane Ernährung: Fördern pflanzliche Lebensmittel Herzkrankheiten?»</p><p>Wenn man sich die Studie genau ansieht, wird allerdings ersichtlich, dass es in erster Linie um jegliche verarbeitete Lebensmittel geht, die pflanzlichen Ursprungs sind und im Rahmen einer Durchschnittsernährung konsumiert werden und nicht – wie suggeriert – um die vegane Ernährung.  Zu den «pflanzlichen Lebensmitteln» zählten in der Studie abgepacktes Brot, süsse Backwaren, Kekse, Margarine, Pommes Frites, Süssigkeiten, gesüsstes Müesli, Süssgetränke, Fruchtsäfte, salzige Snacks, industriell hergestellte Pizza und andere Fertiggerichte, alkoholische Getränke (Spirituosen), Saucen sowie vegane Fleischalternativen. Zu den hoch verarbeiteten tierischen Lebensmitteln wurden Milchgetränke, Würste, Chicken Nuggets und andere verarbeitete Fleischwaren, Dessert auf Milchbasis sowie Mayonnaise und Streichkäse gezählt.</p><p>Wie anhand der Ernährungserhebung menuCH ersichtlich ist, werden verarbeitete Lebensmittel, egal ob pflanzlich oder nicht, von der Allgemeinbevölkerung im Übermass konsumiert.<span class="fussnotenlink">8</span> Diese können also in jeder Ernährung vorkommen. Hoch verarbeitete Lebensmittel haben schlichtweg nichts mit einer ausgewogenen, veganen Ernährung zu tun. Auch Fleischalternativen finden immer häufiger Einzug in einer flexitarischen Ernährung, wie der Plant Based Food Report von Coop zeigt.<span class="fussnotenlink">9</span> Untersuchungen zeigen aber, dass die pflanzlichen Alternativen oft gesünder sind als das Fleischoriginal.</p><p><strong>Tab. 2: Beitrag zur Ernährung  (% der Gesamtenergiezufuhr) von hoch verarbeiteten Lebensmitteln (pflanzlich und tierisch)</strong></p><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/pflanzlich-tierisch.PNG" data-entity-uuid="b182cbe4-254b-40d6-bdbc-b0efb176beac" data-entity-type="file" alt="" width="900" height="700" /></p><p>Was die Schlagzeilen nicht verraten: In der Studie war der Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln, die nicht hoch verarbeitet sind, mit einem 7 Prozent geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einem 15 Prozent geringeren Sterberisiko für diese Krankheiten verbunden. Jedoch erhöhte der Verzehr von pflanzlichen, hoch verarbeiteten Lebensmitteln das Erkrankungsrisiko um 5 Prozent und die Sterblichkeit um 12 Prozent. Tierische Lebensmittel wurden in dieser Studie nicht genauer untersucht. Es wurde jedoch herausgefunden, dass der Konsum von hoch verarbeiteten Lebensmitteln – egal ob pflanzlich oder tierisch – das Erkrankungs- und Sterberisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhte. Der Konsum von gering verarbeiten pflanzlichen Lebensmitteln senkte jedoch das Krankheits- und Sterberisiko.</p><h2>Fazit: Ausgewogen und pflanzlich!</h2><p>Die aktuellen Studien unterstreichen die Wichtigkeit einer ausgewogenen pflanzlichen Ernährung. Diese kann sich auf unsere Gesundheit positiv auswirken, insbesondere auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebserkrankungen – den häufigsten Todesursachen in der Schweiz.<span class="fussnotenlink">10</span> Hoch verarbeitete Lebensmittel sollten soweit möglich gemieden werden – dies gilt für jede Ernährungsform. Jedoch haben nicht nur hoch verarbeitete Lebensmittel, die reich an Zucker, Salz und Transfettsäuren sind, einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit. Auch verarbeitetes und rotes Fleisch erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebs.</p><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/Ern%C3%A4hrungsteller.png" data-entity-uuid="91afb97f-a80b-43e3-a3c7-89ff2bac94d6" data-entity-type="file" alt="" width="600" height="600" /></p><p><strong>Abb. 1: Veganer Ernährungsteller</strong></p><p>Eine ausgewogene pflanzliche Ernährung setzt sich aus Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen sowie Früchten und Gemüse zusammen. Zudem sollte Vitamin B12, Omega 3 in Form von Algenöl sowie Selen supplementiert werden.<span class="fussnotenlink">11</span> Der Anteil hoch verarbeiteter Lebensmittel sollte möglichst gering sein. Weitere Infos dazu finden Sie in unserer <a href="https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/b6b0b8c11377/editions/93b87b7c99a619965eb0/pages" title="Infomaterial">Infobroschüre «Vegan für die Gesundheit»</a>.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>Bundesamt für Gesundheit BAG. (o.&nbsp;D.). Zahlen und Fakten zu nichtübertragbaren Krankheiten. <a href="https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/zahlen-und-statistiken/zahlen-fakten-nichtuebertragbare-krankheiten.html" target="_blank">www.bag.admin.ch/bag/de/home/zahlen-und-statistiken/zahlen-fakten-nichtuebertragbare-krankheiten.html</a></li><li>Pörschmann, T., Meier, T. &amp; Lorkowski, S. (2024). Cardiovascular mortality attributable to dietary risk factors in 54 countries in the WHO European Region from 1990 to 2019: an updated systematic analysis of the Global Burden of Disease Study. European Journal Of Preventive Cardiology. <a href="https://doi.org/10.1093/eurjpc/zwae136" target="_blank">doi.org/10.1093/eurjpc/zwae136</a></li><li>Bundesamt für Gesundheit BAG. (o.&nbsp;D.-a). Herz-Kreislauf-Erkrankungen. <a href="https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/krankheiten-im-ueberblick/herz-kreislauf-erkrankungen.html" target="_blank">www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/krankheiten-im-ueberblick/herz-kreislauf-erkrankungen.html</a></li><li>Pörschmann, T., Meier, T. &amp; Lorkowski, S. (2024). Cardiovascular mortality attributable to dietary risk factors in 54 countries in the WHO European Region from 1990 to 2019: an updated systematic analysis of the Global Burden of Disease Study. European Journal Of Preventive Cardiology. <a href="https://doi.org/10.1093/eurjpc/zwae136" target="_blank">doi.org/10.1093/eurjpc/zwae136</a></li><li>Bernhauser, I. (2022, 22. März). Omega-3-Fettsäuren – vegan ein Problem? ecodemy.&nbsp;<a href="www.ecodemy.de/magazin/omega-3-fettsaeuren-vegan" target="_blank">www.ecodemy.de/magazin/omega-3-fettsaeuren-vegan</a></li><li>Capodici, A., Mocciaro, G., Gori, D., Landry, M. J., Masini, A., Sanmarchi, F., Fiore, M., Coa, A. A., Castagna, G., Gardner, C. D. &amp; Guaraldi, F. (2024). Cardiovascular health and cancer risk associated with plant based diets: An umbrella review. PloS One, 19(5), e0300711. <a href="https://doi.org/10.1371/journal.pone.0300711" target="_blank">doi.org/10.1371/journal.pone.0300711</a></li><li>Rauber, F., Da Costa Louzada, M. L., Chang, K., Huybrechts, I., Gunter, M. J., Monteiro, C. A., Vamos, E. P. &amp; Levy, R. B. (2024). Implications of food ultra-processing on cardiovascular risk considering plant origin foods: an analysis of the UK Biobank cohort. ˜The œLancet Regional Health. Europe, 100948. <a href="https://doi.org/10.1016/j.lanepe.2024.100948">doi.org/10.1016/j.lanepe.2024.100948</a></li><li>Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (o.&nbsp;D.). Lebensmittelkonsum in der Schweiz. <a href="https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/ernaehrung/menuCH/menuch-lebensmittelkonsum-schweiz.html" target="_blank">www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/ernaehrung/menuCH/menuch-lebensmittelkonsum-schweiz.html</a></li><li>Coop. (2023). Plant Based Food Report 2023. <a href="https://www.coop.ch/content/dam/insieme/plantbased-report-2023/Coop-Plant-Based-Food-Report-2023_D.pdf" target="_blank">www.coop.ch/content/dam/insieme/plantbased-report-2023/Coop-Plant-Based-Food-Report-2023_D.pdf</a></li><li>Bundesamt für Gesundheit BAG. (o.&nbsp;D.). Zahlen und Fakten zu nichtübertragbaren Krankheiten. <a href="https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/zahlen-und-statistiken/zahlen-fakten-nichtuebertragbare-krankheiten.html" target="_blank">www.bag.admin.ch/bag/de/home/zahlen-und-statistiken/zahlen-fakten-nichtuebertragbare-krankheiten.html</a></li><li>Beil, B. (2022, 13. Juli). Vegane Ernährungspyramide - Neuester Stand der Wissenschaft. ecodemy.&nbsp;<a href="www.ecodemy.de/magazin/vegane-ernaehrungspyramide-neuester-stand" target="_blank">www.ecodemy.de/magazin/vegane-ernaehrungspyramide-neuester-stand</a></li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/vegane-lebensmittel?language=de" title="Vegane Lebensmittel">Vegane Lebensmittel – gesund oder nicht?</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/vegane-proteine?language=de">Vegane Proteine in der Ernährung</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/ultra-processed-food?language=de">Ultra-Processed Food</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/infomaterial?language=de">Infomaterial</a></li></ul></div> Mon, 08 Jul 2024 08:30:55 +0000 Christine 4108 at https://www.swissveg.ch Vegane Ferien https://www.swissveg.ch/de/vegane-ferien?language=it <span>Vegane Ferien</span> <span><span lang="" about="/de/user/2398?language=it" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>16. Mai 2024 - 9:44</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Sie möchten diesen Sommer Ihren Urlaub vegan-freundlich gestalten und brauchen noch Ideen? Dann werden Sie hier mit Sicherheit fündig!</p> <p>Ende Juni ist es wieder soweit: Die ganze Schweiz strömt für die Sommerferien in alle Richtungen. Auch Sie haben vor, etwas zu unternehmen aber wissen nicht so recht, was? In diesem Blogartikel stellen wir fünf Ideen für vegane Ferien vor. Als <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="53d8650d-221a-4bff-b73e-0ca1bee210b3" href="/de/beitrittsformular?language=it" title="Swissveg-Mitglied">Swissveg-Miglied</a> profitieren Sie bei einigen Angeboten sogar von einem Mitgliederrabatt.</p> <h2>Vegan Surf Camp</h2> <p>Das<a href="https://www.vegansurfcamp.com/" rel="noopener" target="_blank" title="Vegan Surf Camp"> Vegan Surf Camp</a> im wunderschönen Moliets an der südlichen Atlantikküste Frankreichs lädt 500 Meter vom Strand entfernt zum Surfen und Schlemmen ein. Die Verpflegung ist zu 100% vegan, bio und regional und auch Yoga wird angeboten. Das Camp findet dieses Jahr vom 25. Mai bis 14. September statt. Swissveg-Mitglieder profitieren von <a href="https://www.swissveg.ch/card?language=de" title="Rabatt">5% Rabatt</a> auf das Main Camp «Yoga and Surf Camp» Paket. Übrigens: Das Camp wird von der französischen Non-Profit-Organisation «Association L'Amour de la Terre» organisiert und mit den Einnahmen werden umweltfreundliche Projekte gefördert.</p> <p><img alt="Vegan Surf Camp" data-entity-type="" data-entity-uuid="" src="/sites/swissveg.ch/files/vegan-surf-camp.png" /></p> <h2>Ferien in der Schweiz</h2> <p>Sie möchten den Sommer in der Schweiz verbringen aber es ist Zeit für einen Tapetenwechsel? GoGreen hat die <a href="https://gogreen.ch/de/vegane-hotels-in-der-schweiz-17-top-gasthaeuser/" rel="noopener" target="_blank" title="17 schönsten veganen Hotels in der Schweiz">17 schönsten veganen Hotels in der Schweiz</a> zusammengestellt, die Lust auf vegane und nachhaltige Ferien machen. Ob im Tessin, Bündnerland, in der Deutsch- oder Westschweiz – für alle ist etwas dabei. Sie bleiben lieber Zuhause und möchten die Zeit in Ihrem Garten verbringen? Dann finden Sie auf <a href="http://www.swissveg.ch/pflanzenfreunde" title="Pflanzenfreunde">unserer Pflanzenfreunden-Seite</a> hilfreiche Tipps fürs Gärtnern!</p> <p><img alt="Schweizer Fahne auf Schiff" data-entity-type="" data-entity-uuid="" src="/sites/swissveg.ch/files/ferien-schweiz.png" /></p> <h2>Bella Italia</h2> <p>Italien ist zurecht ein sehr beliebtes Ferienziel – nebst den schönen Landschaften und der atemberaubenden Architektur bietet das Land auch eine durchwegs gute vegane Auswahl: Ob Pizza Marinara, Spaghetti aglio olio e peperoncino oder Sorbetto di cioccolato, man wird meistens fündig. Es zieht Sie ans Meer? Dann könnte die <a href="https://www.zenithotelgiulianova.com/de/vegan-woche.html" rel="noopener" target="_blank" title="Vegane Woche im Zenit Hotel">vegane Woche im Zenit Hotel</a> mit veganer Vollpension an der adriatischen Küste etwas für Sie sein, inklusive Ausflüge, Aktivitäten wie Yoga und Velotouren sowie einem Wellnessbereich. Anfang Juni und im September sind noch Plätze frei. Swissveg-Mitglieder profitieren von <a href="https://www.swissveg.ch/card?language=de" title="Rabatt">5% Rabatt</a>.</p> <p><img alt="Florenz" data-entity-type="" data-entity-uuid="" src="/sites/swissveg.ch/files/italien.png" /></p> <h2>Vegane Festivals</h2> <p>Der Schweizer Festivalsommer steht wieder vor der Tür. Glücklicherweise gibt es immer mehr vegane Foodstände an Musikfestivals. Wem die eher spärliche Auswahl jedoch nicht ausreicht, wird ab dem Spätsommer bedient: Die <a href="https://www.veganfestivals.ch/events/" rel="noopener" target="_blank" title="Vegan Festivals">Vegan Festivals</a> kehren zurück! Vom 17. bis 22. September 2024 findet das Zürich Vegan Festival wieder am Hauptbahnhof Zürich statt – auch wir sind am Start. Zum ersten Mal schlägt das Vegan Festival auch in Aarau vom 10. bis 13. Oktober 2024 seine Zelte auf.</p> <p><img alt="Festival" data-entity-type="" data-entity-uuid="" src="/sites/swissveg.ch/files/festivals.png" /></p> <h2>Vegan unterwegs in der ganzen Welt</h2> <p>Sie brauchen noch Inspiration? Dann werden Sie bestimmt bei <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="06c1bcbc-e86d-4554-980a-267e0dd2b118" href="/de/hotels?language=it" title="VeganWelcome">VeganWelcome</a> fündig. Ob Citytrip, Wellnessweekend oder Strandurlaub, all das und viel mehr ist auch in vegan möglich!</p> <p><img alt="Strand in Thailand" data-entity-type="" data-entity-uuid="" src="/sites/swissveg.ch/files/strand.png" /></p> <p><br /> Egal wo, grundsätzlich gilt: Vorbereitung ist das A und O. Denn mit ein bisschen Vorbereitung ist es fast überall auch auswärts möglich, sich gut vegan zu verpflegen. In unserer <a href="https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/b6b0b8c11377/editions/719ca01d1eb1421fdd53/pages/page/20" title="Infobroschüre">Infobroschüre «Wie und Warum vegan»</a> finden Sie hilfreiche Tipps dazu. Wir wünschen schöne, erholsame Ferien!<br />  </p> </div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li>Jetzt <a href="/de/beitrittsformular?language=it" title="Mitglied werden" data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="53d8650d-221a-4bff-b73e-0ca1bee210b3">Mitglied</a> werden</li><li>Aktuelle <a href="https://www.swissveg.ch/card" title="Swissveg Card-Partner">Card-Partner</a></li><li><a href="/de/infomaterial?language=it" title="Infomaterial" data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="13cbecc7-2ec4-48c1-9435-4b5c9ada9402">Infomaterial</a></li><li><a href="/de/unterwegs?language=it" title="Vegan unterwegs" data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="3afcd94d-07e5-46e8-a85d-e42100895b80">Vegan unterwegs</a></li><li><a href="/de/hotels?language=it" title="Vegane Hotels" data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="06c1bcbc-e86d-4554-980a-267e0dd2b118">Vegane Hotels</a></li></ul></div> Thu, 16 May 2024 07:44:02 +0000 Christine 4096 at https://www.swissveg.ch Von Warnhinweisen bis Fleischsteuer: Wege zur Reduktion des Fleischkonsums https://www.swissveg.ch/de/reduktion-fleischkonsum?language=it <span>Von Warnhinweisen bis Fleischsteuer: Wege zur Reduktion des Fleischkonsums</span> <span><span lang="" about="/de/user/2398?language=it" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>12. April 2024 - 12:08</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Es gibt ausreichend Gründe, auf Fleisch zu verzichten. Dennoch steigt der weltweite Fleischkonsum stetig an. Wie lässt sich diesem Trend entgegenwirken?</p> <h2>Die Nachfrage nach Fleisch steigt</h2> <p>Für den Fleischkonsum werden in der Schweiz jährlich über 80 Millionen Tiere geschlachtet – zusätzlich wird Fleisch aus dem Ausland importiert. Die Schweiz liegt mit einem jährlichen Pro-Kopf-Konsum von knapp einem Kilo Fleisch pro Woche zwar unter dem Durchschnitt anderer Industrieländer, aber der Fleischverzehr weltweit steigt kontinuierlich an – trotz der zahlreichen Gründe, die für dessen Reduktion sprechen. </p> <p><img alt="Fleischproduktion weltweit steigt" data-entity-type="" data-entity-uuid="" height="300" src="/sites/swissveg.ch/files/fleischproduktion_weltweit.PNG" width="624.5" /></p> <p><em>Fleischproduktion weltweit (in Millionen Tonnen).</em></p> <p>Derzeit wird weltweit etwa doppelt so viel Fleisch produziert wie vor 30 Jahren, mit einer Gesamtmenge von rund 340 Millionen Tonnen im Jahr 2021. Das bedeutet, dass sich die Fleischproduktion seit 1961 verfünffacht hat, und es wird erwartet, dass diese Zahl bis 2050 auf bis auf 570 Millionen Tonnen ansteigen wird.<sup>1-5</sup></p> <p>Neben dem Leid von Milliarden Tieren weltweit, die täglich für den menschlichen Genuss sterben, hat der Fleischkonsum negative Auswirkungen auf unsere Umwelt und Gesundheit. Die Produktion tierischer Lebensmittel verursacht enorme Treibhausgasemissionen und trägt dadurch in hohem Mass zum Klimawandel bei. Grundsätzlich verursacht die Herstellung tierischer Produkte immer höhere Treibhausgasemissionen als die von pflanzlichen, da die Nahrungskette dabei über das Tier verlängert wird. Denn Tiere benötigen jeden Tag grosse Mengen an Wasser und Nahrung.</p> <p><img alt="Nahrungsmittelverschwendung" data-entity-type="" data-entity-uuid="" height="400" src="/sites/swissveg.ch/files/nahrungsmittelverschwendung.PNG" width="422.7" /></p> <p><em>Nahrungsmittelverschwendung: 2 kg Getreide ergeben 1 Portion Fleisch oder 13 Portionen Getreide.</em></p> <p>Die Anzahl Kalorien, die der Mensch schliesslich über tierische Produkte aufnimmt, entspricht nur einem Bruchteil jener, die das Tier ursprünglich zu sich genommen hat. Als Folge verursacht die Herstellung tierischer Lebensmittel einen gigantischen Anteil des Foodwastes der Lebensmittelindustrie, stellt aber keinen entsprechend grossen Beitrag der weltweit konsumierten Kalorien zur Verfügung – es gehen also wertvolle Lebensmittel verloren. Dieser Foodwaste wiederum führt zu unnötig hohen Treibhausgasemissionen. Die Fleischproduktion verursacht ausserdem Umweltverschmutzung und beeinträchtigt die Artenvielfalt enorm – von allen Lebensmitteln stellt Fleisch die grösste Bedrohung für die weltweite biologische Vielfalt dar.<sup>6-11</sup> Auch für unsere Gesundheit ist ein hoher Fleischkonsum abträglich: Gemäss aktueller Studienlage erhöht ein Verzehr ab 50 g pro Tag die Sterblichkeit sowie das Risiko für Dickdarmkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Fleisch sogar als «krebserregend» bzw. «wahrscheinlich krebserregend» ein. Auch Antibiotikaresistenzen stellen ein immer grösseres Gesundheitsproblem dar, da der Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung zu tödlichen Krankheiten beim Menschen führen kann.<sup>12-15</sup></p> <h2>Weniger Fleisch essen... aber wie?!</h2> <p>Trotz des weltweit steigenden Fleischkonsums, ist der gegenwärtige Trend in den westlichen Industrieländern, teilweise oder vollständig auf Fleisch zu verzichten, unaufhaltsam: In der Schweiz ernähren sich nach eigenen Angaben mittlerweile 63 Prozent der Bevölkerung flexitarisch, fünf Prozent vegetarisch und 0,7 Prozent vegan – Tendenz steigend.<sup>16, 17</sup></p> <p class="zitat">Flexitarisch heisst, dass mehrmals pro Monat bewusst auf tierische Produkte verzichtet wird.<sup>18</sup> (Coop, Plant Based Food Report 2023)</p> <p><img alt="Ernährungsformen" data-entity-type="" data-entity-uuid="" height="415" src="/sites/swissveg.ch/files/ern%C3%A4hrungsformen_1.png" width="509" /></p> <p><em>Verteilung der Ernährungsformen in der Schweizer Bevölkerung.</em></p> <p>Dennoch gibt es «hartnäckige» Fleischesser, was die Frage aufwirft, warum überhaupt Fleisch konsumiert wird. Diesbezüglich sind persönliche, soziokulturelle und äussere Einflüsse eng miteinander verknüpft und mit internen und externen Anreizen verbunden.</p> <ul><li>Persönlich: Überzeugungen über die positiven gesundheitlichen Auswirkungen des Fleischessens und ein Mangel an Wissen über die negativen Umweltauswirkungen des Fleischkonsums.</li> <li>Soziokulturell: Kultur, Religion und soziale Normen. Auch das soziale Umfeld und die kulturelle Bedeutung von Fleisch spielen hierbei eine wichtige Rolle, beispielsweise ist die traditionelle Schweizer Ernährung von Fleisch geprägt. Zudem wird es als «normal» angesehen, Fleisch zu essen: Die meisten Menschen essen Fleisch, weil die meisten Menschen Fleisch essen (Gruppendruck).</li> <li>Extern: Mangel an vegetarischem Angebot in Supermärkten oder Restaurants.</li> </ul><p>Strategien zur Reduktion des Fleischkonsums setzen wiederum an verschiedenen internen und externen Anreizen an. Interne Anreize umfassen Emotionen, Fähigkeiten, Wissen, kognitive Dissonanz (Unstimmigkeit zwischen Wissen bzw. Werten und dem tatsächlichen Handeln), Werte, Einstellungen und Gewohnheiten. Bezüglich der externen Anreize ist es wichtig, vegetarisches Essen sichtbarer zu machen. Interne und externe Anreize beeinflussen sich auch gegenseitig, indem z.B. die Einführung einer Fleischsteuer die allgemeine Einstellung gegenüber Fleisch verändern kann, was wiederum soziale bzw. kulturelle Normen beeinflusst. Zudem zeigt sich, dass insbesondere Emotionen und kognitive Dissonanz sowie soziokulturelle Faktoren das Verhalten massgeblich beeinflussen.<sup>19-21</sup></p> <h2>Interne Anreize</h2> <p>Es gibt verschiedene Strategien, die interne Anreize schaffen.</p> <h3>Emotionale Beteiligung</h3> <p>Eine emotionale Beteiligung kann z.B. durch Kampagnen erreicht werden, die auf emotionalen Botschaften sowie Argumenten zu Tierschutz, Umwelt und Gesundheit basieren.  Studien zeigen, dass solche öffentlichen Informationskampagnen erfolgreich darin sind, das Bewusstsein für ungesunde Ernährung und ihre Folgen zu erhöhen, aber weniger erfolgreich darin sind, die Botschaft in Handlungen umzusetzen. Deren Wirksamkeit in Bezug auf die tatsächliche Reduktion des Fleischkonsums ist also umstritten.<sup>22-24</sup></p> <p><iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="250" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/l9kD-gD3Bpg?si=jvnGfoAHVEhcCKcc&amp;controls=0" title="YouTube video player" width="444.44"></iframe></p> <p><em>Swissveg-Kampagne <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="2cf822ae-f165-40ee-b7ef-ea9d7e981816" href="/de/neujahrskampagne23-24?language=it" title="Kampagne Neujahrsvorsatz 2024">«Neujahrsvorsatz 2024»</a>.</em></p> <p> </p> <p><img alt="Kampagne Widersprüche Gesundheit" data-entity-type="" data-entity-uuid="" height="342" src="/sites/swissveg.ch/files/Swissveg_Widersprueche-2022_SM-QR_Gesundheit_DE.jpg" width="274" />    <img alt="Kampagne Widersprüche Klima" data-entity-type="" data-entity-uuid="" height="342" src="/sites/swissveg.ch/files/Swissveg_Widersprueche-2022_SM-QR_Klima_DE.jpg" width="274" />    <img alt="Kampagne Widersprüche Tiere" data-entity-type="" data-entity-uuid="" height="342" src="/sites/swissveg.ch/files/Swissveg_Widersprueche-2022_SM-QR_Tiere_DE.jpg" width="274" /></p> <p><em>Swissveg-Kampagne <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="7b718077-03a5-4994-8911-cf38477d873d" href="/de/widersprueche-schweizer-politik?language=it" title="Widersprüche der Schweizer Politik">«Widersprüche der Schweizer Politik»</a>.</em></p> <h3>Förderung von Fähigkeiten</h3> <p>Einerseits ist es wichtig, z.B. durch Aufklärung Wissen zu verbreiten. Allerdings besteht oft eine Diskrepanz zwischen dem Wissen und dem Handeln. Daher ist die Förderung von Fähigkeiten, die eine pflanzliche Ernährung erleichtern essentiell, z.B. das Vermitteln von Wissen über die Zubereitung veganer Gerichte oder darüber, wie und wo man pflanzliche Lebensmittel einkauft. Ein Mangel an Fähigkeiten beim Einkaufen, Zubereiten und Kochen fleischloser Gerichte kann ein grosses Hindernis für die Reduktion des Fleischkonsums darstellen.<sup>25, 26</sup></p> <h3>Förderung des Flexitarismus</h3> <p>Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Förderung des Flexitarismus, was zu neuen sozialen und kulturellen Normen beiträgt. In gewissen Religionen bzw. Kulturen ist dies bereits der Fall, z.B. in Form des Ahimsa-Konzepts, der «Gewaltlosigkeit» – eines der wichtigsten Prinzipien im Hinduismus und Buddhismus, welches das Töten oder Verletzen von Lebewesen untersagt bzw. auf ein unumgängliches Minimum beschränkt. Auch Vorbilder können bei der Förderung des Flexitarismus eine wichtige Rolle spielen. Insbesondere viele prominente Vorbilder nehmen eine führende Rolle ein, die ihre Ansichten zum Fleischkonsum öffentlich machen, um das Zugehörigkeitsgefühl von Personen, die auf Fleisch verzichten, zu stärken. Allgemein ist jedoch wenig über Interventionen bekannt, die sich an soziokulturelle Faktoren wie Kultur und Religion, den sozialen Einfluss und Identitäten im Zusammenhang mit dem Fleischkonsum richten.<sup>27-29</sup></p> <h2>Externe Anreize</h2> <p>Ebenso wie interne Anreize, können verschiedene Strategien auch externe Anreize schaffen.</p> <h3>Infrastruktur</h3> <p>Eine Infrastruktur mit einem gut ausgebauten vegetarischen bzw. veganen Angebot ist wichtig, um z.B. beim Einkaufen oder in der Gastronomie (in Restaurants, Kantinen, Spitälern) die fleischlose Wahl zu erleichtern. Studien sind sich dabei einig, dass das Essensangebot in der schulischen Umgebung bzw. im Arbeitsumfeld wichtig ist, um eine gesunde Ernährung zu fördern. Entscheidend dabei ist, die Mahlzeiten nicht als vegetarisch bzw. vegan zu kennzeichnen. Hier zeigen Untersuchungen, dass «neutrale» Bezeichnungen wie Favorite, Kitchen und World dazu führen, dass fleischlose Gerichte häufiger gewählt werden, als wenn diese als vegetarisch oder vegan vermarktet werden. Allerdings gilt das nicht für das <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="9abb4235-ad00-4630-847e-d13d7f7ec190" href="/de/v-label_allgemein?language=it" title="V-Label">V-Label</a> – dieses wirkt sich sogar positiv auf die Auswahl vegetarischer bzw. veganer Menüs aus. Eine Vegetarier-freundliche Infrastruktur kann auch durch Gesetze und die Politik gefördert werden. Die neu vorgestellte Klimastrategie zielt beispielsweise indirekt darauf ab, dass in der Schweiz weniger Tierfutter produziert wird und stattdessen mehr Lebensmittel für den menschlichen Verzehr angebaut werden. Die Infrastruktur und das Angebot spielen also eine wichtige Rolle bei der Reduktion des Fleischkonsums und deren Wirksamkeit ist belegt.<sup>30-35</sup></p> <h3>Nudges</h3> <p>Nudges sind «Anstupser», welche das Verhalten gezielt beeinflussen.</p> <h4>Werbeverbote</h4> <p>Studien zeigen, dass die Reduktion oder das Verbot ungesunder Lebensmittelwerbung (insbesondere solche, die sich an Kinder richten) eine schwach positive Wirkung auf die Verbesserung der Ernährung hat. Auch vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) wurde bereits vorgeschlagen, Werbung für Fleischaktionen zu verbieten.</p> <p class="zitat">«Rabatte für Fleisch sind oft reine Frequenzbringer, das entspricht nicht der Wertigkeit von Fleisch und ist einem nachhaltigen Konsum nicht förderlich». Adrian Aebi, Vizedirektor des BLW (NZZ am Sonntag)</p> <p>Allerdings ist dabei fraglich, ob solche Massnahmen langfristige Wirkungen zeigen. Der Sozial- und Wirtschaftspsychologe Christian Fichter bestätigt, dass Werbeverbote einen Einfluss auf das Kaufverhalten haben. Dennoch seien Verbote nicht langfristig wirksam. Um das Konsumverhalten nachhaltig zu ändern, sei Aufklärung erforderlich. Im Gegensatz zum Rauchen sei die Reduktion des Fleischkonsums beispielsweise nicht mit der Reduktion des Tabakkonsums vergleichbar, da das Bewusstsein über die schädlichen Auswirkungen von Zigaretten weit verbreitet sei, im Gegensatz zu den Auswirkungen des Fleischkonsums. Daher sei zunächst mehr Aufklärung nötig, bevor Verbote in Betracht gezogen werden.</p> <p>Swissveg forderte 2019 im Rahmen einer <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="0582e580-9769-4cbd-9431-e4055746bc1c" href="/de/2021_10_Fleischwerbesubventionen?language=it" title="Peition">Petition</a> ausserdem, dass die Fleischwerbung nicht mehr mit Steuergeldern unterstützt wird, da diese Subventionen der Gesundheit, Umwelt und den Tieren schaden. Die zuständige Kommission, die für diese Entscheidung zuständig ist, beschloss jedoch, der Petition keine Folge zu geben und weiterhin Fleischwerbung zu subventionieren. Sie argumentierte, dass die Subventionen nur den Konsum von Schweizer Fleisch unterstützen und nicht den Fleischkonsum im Allgemeinen. Die Branchenorganisation Proviande wirbt jedoch nicht nur für Schweizer Fleisch, sondern auch für den Fleischkonsum im Allgemeinen, was eigentlich gemäss der Vereinbarung mit dem Bund verboten ist.<sup>36-38</sup></p> <h4>Labels</h4> <p>Verschiedene Labels wie z.B. der Nutri-Score oder der Eco-Score können ebenfalls unseren Konsum beeinflussen. Studien beweisen, dass die Nährwertkennzeichnung auf Lebensmitteln zu informierten Entscheidungen beiträgt, aber informierte Entscheidungen nicht unbedingt zu gesünderen Entscheidungen führen. Der Nutri-Score, eine freiwillige Kennzeichnung, sorgt allerdings für Verwirrung, da er von den meisten Verbrauchern missverstanden wird. Daher stösst der Nutri-Score auch in der Schweiz immer wieder auf Kritik. Der Bundesrat lehnt es ab, den Nutri-Score gesetzlich zu verankern und bevorzugt eine freiwillige Einführung durch die Hersteller. Die Studienlage ist sich jedoch nicht einig, ob Umweltkennzeichnungen wie z.B. der Eco-Score den Fleischkonsum beeinflussen können. Die Wirksamkeit von Labels bleibt also umstritten.<sup>39-41</sup></p> <h4>Warnhinweise</h4> <p>Gemäss diversen Studien sind bildliche Warnhinweise wirksam, um das Zigarettenrauchen einzudämmen und den Konsum zuckerhaltiger Getränke sowie den Alkoholkonsum zu reduzieren. Eine Studie von Hughes et al. (2023), welche im Vereinigten Königreich durchgeführt wurde, untersuchte, ob die Essensauswahl durch bildliche Warnhinweise beeinflusst werden kann. Es wurden 1001 erwachsene Fleischkonsumenten und -konsumentinnen (ab 18 Jahren) in eine von vier experimentellen Gruppen randomisiert eingeteilt – kein Warnhinweis (Kontrollgruppe), Warnhinweis zur Gesundheit, zum Klima, oder zu Pandemien:</p> <p><img alt="Studie Warnhinweise Essen" data-entity-type="" data-entity-uuid="" height="298" src="/sites/swissveg.ch/files/studie-warnhinweise-labels.PNG" width="681" /></p> <p><em>Experimentelles Versuchsdesign mit vier verschiedenen Gruppen.<sup>42</sup></em></p> <p>Es wurde festgestellt, dass Gesundheits-, Klima- und Pandemie-Warnhinweise die Auswahl von Fleischgerichten im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant verringerten, wobei die Reduzierungen zwischen -7,4% und -10% lagen. Es gab keine statistisch signifikanten Unterschiede im Anteil der ausgewählten Fleischgerichte zwischen den verschiedenen Warnhinweisgruppen, was bedeutet, dass alle Warnhinweise ungefähr gleich wirksam waren.</p> <p><img alt="Studie Warnhinweise Gruppen" data-entity-type="" data-entity-uuid="" height="332" src="/sites/swissveg.ch/files/studie-warnhinweise-essen.PNG" width="680" /></p> <p><em>Beispiel für eine Mahlzeit (Teigwarengratin) mit Fleisch, Fisch, vegetarisch oder vegan innerhalb der Klima-Gruppe.<sup>43</sup></em></p> <p>Bisher gab es nur eine experimentelle Studie, die die Auswirkungen von Gesundheits- und Klima-Warnhinweisen auf die Fleischauswahl in einer hypothetischen Online-Studie mit US-amerikanischen Fleischkonsumenten und -konsumentinnen untersuchte.<sup>44</sup> In dieser Studie wurden keine signifikanten Auswirkungen von Warnhinweisen auf die Auswahl von Fleischgerichten festgestellt. Allerdings wurden in dieser Studie nur Textwarnhinweise verwendet. Darüber hinaus verwendete diese Studie eine einzige Auswahl-Aufgabe, während bei Hughes et al. die Teilnehmenden über 20 hypothetische Mahlzeiten bewerten mussten.<sup>45</sup> Bei beiden Studien fehlten jedoch Warnhinweise zur Tierhaltung. Zudem mussten die Teilnehmenden nur eine hypothetische Auswahl in Form eines Online-Fragebogens treffen, was nicht realitätsnahen Szenarien entspricht. Es braucht also mehr Studien in diesem Bereich, um die genaue Wirksamkeit von Warnhinweisen zu beurteilen.</p> <h4>Textnachrichten</h4> <p>Wissensbasierte Interventionen können mit täglichen Textnachrichten kombiniert werden, um eine bessere Wirkung zu zeigen. Eine Studie fand heraus, dass die Informationsvermittlung zu den Empfehlungen des Fleischkonsums nur dann eine Wirkung zeigte, wenn die Teilnehmenden tägliche Erinnerungen per Textnachricht erhielten.<sup>46</sup> Die Nachricht erinnerte sie daran, auf ihren Fleischkonsum zu achten und nicht das empfohlene Limit zu überschreiten. Ausserdem wurde festgestellt, dass die Textnachrichten wirksam waren, um die Absicht zur Reduzierung des Fleischkonsums zu erhöhen.<sup>47</sup></p> <h3>Preisgestaltung</h3> <p>Es wird vermehrt diskutiert, ob eine Preiserhöhung von Fleischprodukten den Fleischkonsum nachhaltig reduzieren kann. Solch eine Massnahme würde sicherlich zu mehr Kostenwahrheit beitragen, sodass die Verbraucher den wahren Preis zahlen würden. Dies wäre z.B. durch die Streichung von Subventionen oder die Einrichtung einer Fleischsteuer möglich. Allerding gibt es bezüglich dieser Massnahmen keine tatsächlichen Beweise für ihre Markttauglichkeit und Anwendbarkeit. Im Allgemeinen liegt es aber nahe, dass eine geringe Steuer auf bestimmte Lebensmittel, selbst wenn sie kein Verhalten ändert, wertvolle Mittel für gesundheitsfördernde Interventionen bereitstellen könnte. Es gibt jedoch nur begrenzte Erkenntnisse über die Effektivität von Wahlbeschränkungsmassnahmen in Lebensmittelumgebungen, wie z.B. einer Fleischsteuer. Obwohl die Einführung einer Fleischsteuer derzeit in mehreren Ländern diskutiert wird, wurde sie bisher nirgendwo umgesetzt. Es gibt keine experimentelle Forschung, die die Auswirkungen höherer Fleischpreise auf das Essverhalten untersucht hat. Die Wirksamkeit solcher Massnahmen bleibt also unklar.<sup>48, 49</sup></p> <p><img alt="Zuckersteuer" data-entity-type="" data-entity-uuid="" height="409" src="/sites/swissveg.ch/files/zuckersteuer_0.png" width="729" /></p> <p><em>Befragung zur Befürwortung einer Steuer auf zucker-, salz- oder fetthaltige Lebensmittel.<sup>50</sup></em></p> <p>Eine kürzlich erschienene Umfrage zeigt zudem, dass knapp zwei Drittel der Schweizer Stimmberechtigten gegen eine Steuer auf zucker-, salz- oder fetthaltige Lebensmittel sind. Eine Fleischsteuer würden wahrscheinlich noch mehr Personen ablehnen. Allerdings hat der Anteil Stimmberechtigter, der sich eine Steuer auf zucker-, salz- oder fetthaltige Lebensmittel vorstellen kann, innerhalb der letzten zwölf Monate deutlich zugenommen – und nicht nur die Zustimmung ist gestiegen, sondern auch der Glaube an ihre Wirksamkeit. Dies ist besonders wichtig, da der Glaube an die Wirksamkeit der wichtigste Treiber für die Meinung zur Steuer selbst ist. Ganz allgemein scheint das Bedürfnis nach mehr Massnahmen für die Volksgesundheit zu steigen. Neben einer grösseren Offenheit für staatliche Massnahmen wünscht man sich nämlich auch ein grösseres Engagement der Wirtschaft.<sup>51</sup></p> <h2>Fazit</h2> <p>Viele der oben genannten Anreize können zielführend sein, um den Fleischkonsum zu reduzieren. Studien sind sich einig: Die Strategien hierfür müssen zielgruppenspezifisch sein. Beispielsweise können gesundheitsbezogene Argumente oder die Förderung des Flexitarismus besonders wirkungsvoll bei Männern und älteren Menschen sein. Junge Erwachsene und Jugendliche sind generell empfänglicher für Strategien zur Reduktion des Fleischkonsums als ältere Personen, da jüngere Personen gegenüber Ernährungsumstellungen und der pflanzlichen Ernährung allgemein offener eingestellt sind.</p> <p>Schliesslich ist jedoch das Umsetzen bestimmter Strategien entscheidend. Denn: In keiner der bisher durchgeführten Studien wurde ein Anstieg des Fleischkonsums festgestellt, nachdem Massnahmen zur Reduktion des Fleischkonsums eingeführt worden waren. Allerdings ist zu beachten, dass nicht alle Massnahmen gleich gut ankommen würden: Die Stimmberechtigten der Schweiz sind klar der Meinung, dass die Verantwortung in Ernährungsfragen bei jedem und jeder Einzelnen liegt und somit Privatsache ist. Sie bevorzugen eine Gesellschaft, die hauptsächlich auf Information und Aufklärung setzt, anstatt das Ernährungsverhalten durch Steuern und Gesetze zu lenken. Man wünscht sich heute allerdings leicht mehr eine Lenkung des Staats als noch vor rund zehn Jahren. Diese Entwicklung hat sich über die letzten Jahre langsam ergeben, sich innerhalb der letzten zwölf Monate jedoch stark akzentuiert. Daher ist es wichtig, dass insbesondere öffentliche Institutionen so schnell wie möglich handeln. Eine Kombination verschiedener Strategien ist dabei am erfolgversprechendsten.<sup>52-56</sup></p> </div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>Proviande. (2022). Der Fleischmarkt im Überblick 2022. <a href="http://www.proviande.ch/de/der-fleischmarkt-in-zahlen">www.proviande.ch/de/der-fleischmarkt-in-zahlen</a></li><li>WEMF AG für Werbemedienforschung.(2022). Nachhaltigkeitsreport. wemf.ch/de/reports/</li><li>The World Counts. (o. D.). 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Impact of pictorial warning labels on meat meal selection: A randomised experimental study with UK meat consumers. Appetite, 190, 107026. <a href="https://doi.org/10.1016/j.appet.2023.107026">https://doi.org/10.1016/j.appet.2023.107026</a></li><li>Taillie, L. S., Bercholz, M., Popkin, B. M., Reyes, M., Colchero, M. A. &amp; Corvalán, C. (2021). Changes in food purchases after the Chilean policies on food labelling, marketing, and sales in schools: a before and after study. The Lancet. Planetary Health, 5(8), e526–e533. <a href="https://doi.org/10.1016/s2542-5196(21)00172-8">https://doi.org/10.1016/s2542-5196(21)00172-8</a></li><li>Hughes, J. P., Weick, M. &amp; Vasiljevic, M. (2023). Impact of pictorial warning labels on meat meal selection: A randomised experimental study with UK meat consumers. Appetite, 190, 107026. <a href="https://doi.org/10.1016/j.appet.2023.107026">https://doi.org/10.1016/j.appet.2023.107026</a></li><li>Carfora, V., Caso, D. &amp; Conner, M. (2017). Randomised controlled trial of a text messaging intervention for reducing processed meat consumption: The mediating roles of anticipated regret and intention. Appetite (Print), 117, 152–160. <a href="https://doi.org/10.1016/j.appet.2017.06.025">https://doi.org/10.1016/j.appet.2017.06.025</a></li><li>Harguess, J. M., Crespo, N. C. &amp; Hong, M. Y. (2020). Strategies to Reduce Meat Consumption: A Systematic Literature Review of Experimental studies. Appetite, 144, 104478. <a href="https://doi.org/10.1016/j.appet.2019.104478">https://doi.org/10.1016/j.appet.2019.104478</a></li><li>Kwasny, T., Dobernig, K. &amp; Riefler, P. (2022). Towards reduced meat consumption: A systematic literature review of intervention effectiveness, 2001–2019. Appetite, 168, 105739. <a href="https://doi.org/10.1016/j.appet.2021.105739">https://doi.org/10.1016/j.appet.2021.105739</a></li><li>Schöpfer, S. (2023, 20. August). Neue Klimastrategie des Bundes: Weniger Fleisch, mehr pflanzliche Ernährung. Neue Zürcher Zeitung. <a href="https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/neue-klimastrategie-des-bundes-weniger-fleisch-mehr-pflanzliche-ernaehrung-ld.1752368">https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/neue-klimastrategie-des-bundes-…</a></li><li>gfs.bern. (o. D.). Bei Lebensmitteln wollen Schweizerinnen und Schweizer Transparenz. <a href="https://cockpit.gfsbern.ch/de/cockpit/monitor-ernaehrung-und-bewegung-2023/">https://cockpit.gfsbern.ch/de/cockpit/monitor-ernaehrung-und-bewegung-2…</a></li><li>gfs.bern. (o. D.). Bei Lebensmitteln wollen Schweizerinnen und Schweizer Transparenz. <a href="https://cockpit.gfsbern.ch/de/cockpit/monitor-ernaehrung-und-bewegung-2023/">https://cockpit.gfsbern.ch/de/cockpit/monitor-ernaehrung-und-bewegung-2…</a></li><li>gfs.bern. (o. D.). Bei Lebensmitteln wollen Schweizerinnen und Schweizer Transparenz. <a href="https://cockpit.gfsbern.ch/de/cockpit/monitor-ernaehrung-und-bewegung-2023/">https://cockpit.gfsbern.ch/de/cockpit/monitor-ernaehrung-und-bewegung-2…</a></li><li>Brambila-Macias, J., Shankar, B., Capacci, S., Mazzocchi, M., Pérez-Cueto, F. J., Verbeke, W. &amp; Traill, W. B. (2011). Policy Interventions to Promote Healthy Eating: A Review of What Works, What Does Not, and What is Promising. Food And Nutrition Bulletin, 32(4), 365–375. <a href="https://doi.org/10.1177/156482651103200408">https://doi.org/10.1177/156482651103200408</a></li><li>Chang, K., Wooden, A., Rosman, L., Altema-Johnson, D. &amp; Ramsing, R. (2023). Strategies for reducing meat consumption within college and university settings: A systematic review and meta-analysis. Frontiers in Sustainable Food Systems, 7:1103060. <a href="https://doi.org/10.3389/fsufs.2023.1103060">https://doi.org/10.3389/fsufs.2023.1103060</a></li><li>Kwasny, T., Dobernig, K. &amp; Riefler, P. (2022). Towards reduced meat consumption: A systematic literature review of intervention effectiveness, 2001–2019. Appetite, 168, 105739. <a href="https://doi.org/10.1016/j.appet.2021.105739">https://doi.org/10.1016/j.appet.2021.105739</a></li><li>Stoll-Kleemann, S. &amp; Schmidt, U. (2016). Reducing meat consumption in developed and transition countries to counter climate change and biodiversity loss: A Review of Influence factors. Regional Environmental Change, 17(5), 1261–1277. <a href="https://doi.org/10.1007/s10113-016-1057-5">https://doi.org/10.1007/s10113-016-1057-5</a></li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li>Vortrag: «<a href="https://www.youtube.com/watch?v=f8VwWwPDNRQ" target="_blank" title="Vortrag" rel="noopener">Von Warnhinweisen bis Fleischsteuer: Wege zur Reduktion des Fleischkonsums</a>» an der VeggieWorld 2024 von Christine Kammerecker</li><li>Vortrag zum Thema: «<a href="https://www.youtube.com/watch?v=dBdGs-u5NU4" target="_blank" rel="noopener">Warum wird heute noch Fleisch gegessen</a>» an der VeggiePlanet 2018 von Renato Pichler</li><li><a href="/de/anzahl-veganer-2022?language=it" title="Trendanalyse" data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="8dfdc456-bf47-4286-8010-ed01ca5e8d91">Trendanalyse: Immer mehr vegan lebende Menschen in der Schweiz</a></li></ul></div> Fri, 12 Apr 2024 10:08:42 +0000 Christine 4082 at https://www.swissveg.ch Schluss mit dem «Tag der Pausenmilch» https://www.swissveg.ch/de/stop-tag-der-pausenmilch?language=it <span>Schluss mit dem «Tag der Pausenmilch»</span> <span><span lang="" about="/de/user/2398?language=it" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>27. Oktober 2023 - 10:33</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Am Dienstag, 31. Oktober 2023 findet wie jedes Jahr der «Tag der Pausenmilch» statt. An diesem Tag wird in Schweizer Schulen den Kindern die Milch als «gesunde Pausenverpflegung» nähergebracht. Doch dabei handelt es sich um eine rein kommerzielle Werbeaktion, gesponsert von Swissmilk und kostenlos unterstützt von unseren Schulen.</p> <p>Die Kuhmilchlobby wirbt einmal jährlich in der ganzen Schweiz für «feine» und «gesunde» Milch. Insgesamt werden schweizweit über 325'000 Schüler Kuhmilchgetränke angeboten mit dem Ziel, mehr Kuhmilchprodukte zu konsumieren. Laut Swissmilk sei Ziel der Werbeaktion, dass sich die Schulkinder mit Themen wie Gesundheit, Genuss und Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Doch wie gesund, genussvoll und nachhaltig ist Kuhmilch wirklich?</p> <h2><b>Starke Knochen dank Kuhmilch?</b></h2> <p>Swissmilk behauptet, Milch sei eine «praktische vitamin- und kalziumreiche Pausenverpflegung». Für Kinder sei eine gesunde Ernährung schliesslich besonders wichtig:</p> <p><i>«Sie sollten täglich 3 Portionen Milch konsumieren, zum Beispiel 1 Glas Milch, 1 Becher Joghurt und 1 Stück Käse. Für Erwachsene gilt das übrigens auch.»<sup><span style="font-size: 15px;">1</span></sup></i></p> <p>Doch ist Milch wirklich so gesund und gut für die Knochen, wie oft behauptet wird? Nein, das Gegenteil ist der Fall: Osteoporose (Knochenschwund) kommt in den Ländern mit dem höchsten Milchkonsum wie der Schweiz am häufigsten vor. Ein hoher Milchkonsum wird ebenfalls in Verbindung mit Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Diabetes gebracht.<sup><span style="font-size: 15px;">2</span></sup></p> <p>Hinzu kommt, dass am Tag der Pausenmilch nicht nur reine Kuhmilch ausgeschenkt wird: Es wird auch gezuckerte Erdbeer- und Ovo-Milch angeboten. Ein hoher Zuckerkonsum steht aber im direkten Widerspruch zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung – insbesondere für Kinder.</p> <h2><b>Pflanzliche Milch als Konkurrenz</b></h2> <p>Doch wie sieht es mit Milchalternativen aus? Dürfen diese am Tag der Pausenmilch ausgeschenkt werden? Hierzu schreibt Swissmilk, dass pflanzliche Alternativen nicht toleriert würden. Aktionen, bei denen Pflanzendrinks ausgeschenkt würden, müssten umgehend mitgeteilt werden. Swissmilk liegt es also klar nicht daran, eine gesunde Ernährung zu fördern – denn eine gesunde Ernährung ist auch ohne Kuhmilch und rein pflanzlich möglich.</p> <p>Es gibt eine grosse Auswahl an Pflanzendrinks, die alle unterschiedliche Nährstoffprofile aufweisen. Grundsätzlich steht Pflanzenmilch Kuhmilch in nichts nach. Sojamilch kommt dem Nährstoffprofil von Kuhmilch am nächsten, hat sogar mehr Protein und bietet mehr gesundheitliche Vorteile.</p> <p><img alt="Proteingehalt von Milch" data-entity-type="" data-entity-uuid="" src="/sites/swissveg.ch/files/grafik_01.png" class="align-center" /></p> <p> </p> <p>Auch eine kürzlich veröffentlichte Studie von Agroscope kommt zum Schluss, dass pflanzliche Alternativen auf Soja-, Mandel- und Cashewbasis gute Quellen für Mineralstoffe und Spurenelemente sind. Weiter heisst es aber, dass die meisten Pflanzendrinks «kein vollwertiger Ersatz für Milch» seien. Ausserdem bräuchte es «zusätzliche Massnahmen wie die Supplementierung mit Mikronährstoffen, um die ernährungsbedingten Unterschiede auszugleichen».<sup><span style="font-size: 15px;">3</span></sup></p> <p>Doch muss Kuhmilch wirklich ersetzt werden? In der Schweiz konsumiert durchschnittlich jede Person ohnehin nur 1,1 dl Milch pro Tag, was in dieser geringen Menge kaum einen Beitrag zur Nährstoffversorgung leistet.<sup><span style="font-size: 15px;">4</span></sup> Das ist auch der Grund für Swissmilks Werbeanstrengungen: In der Schweiz werden durchschnittlich «nur» zwei anstatt drei Portionen Milch(-produkte) konsumiert, während pflanzliche Milchalternativen immer beliebter werden.<sup><span style="font-size: 15px;">5</span></sup> Der Kuhmilchkonsum hingegen hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen: 2011 betrug der Pro-Kopf-Konsum in der Schweiz knapp 64 kg pro Jahr; 2021 nur noch 47 kg. Somit ist der Pro-Kopf-Konsum innerhalb von 10 Jahren um 42 Prozent gesunken.<sup>6</sup></p> <p><img alt="Pro-Kopf-Konsum von Kuhmilch (CH)" data-entity-type="" data-entity-uuid="" height="600" src="/sites/swissveg.ch/files/grafik_02_1.png" width="600" class="align-center" /></p> <h2><b>Für Kühe alles andere als ein Genuss</b></h2> <p>In der Milchwerbung wird das Bild der glücklichen Schweizer Kuh gezeichnet, obwohl Milchkühe tagtäglich Torturen durchlaufen – doch das wissen die wenigsten: Eine von Proviande durchgeführte Umfrage zeigt, dass nicht einmal die Hälfte der Befragten wusste, dass eine Kuh ein Kalb haben muss, um Milch zu geben.<sup><span style="font-size: 15px;">7</span></sup> Entsprechend ist davon auszugehen, dass die meisten Menschen nicht realisieren, welche enormen Strapazen für die Kuh mit der Milchproduktion einhergehen: Um konstant Milch zu geben, wird die Kuh regelmässig künstlich befruchtet und verbringt so einen grossen Teil ihres Lebens trächtig. Von ihrem Kalb wird sie unmittelbar nach der Geburt getrennt – ist dieses männlich, ist es schon bald auf dem Weg zum Schlachthof. Das Leben eines sogenannten Nutztiers in der Schweiz ist, entgegen dem durch die Werbung vermittelten Bild, alles andere als idyllisch.</p> <h2><b>Weder gesund, genussvoll noch nachhaltig</b></h2> <p>Der Konsum von Kuhmilch ist alles andere als genussvoll, gesund und nachhaltig. Immer mehr Menschen greifen deshalb zu pflanzlichen Milchalternativen, während der Kuhmilchkonsum stetig abnimmt. Swissmilk versucht, mit Werbeanstrengungen wie dem Tag der Pausenmilch diesem Trend entgegenzuwirken.</p> </div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <div id="sdfootnote1"><p class="sdfootnote">1. Swissmilk (2023). <a href="https://www.swissmilk.ch/de/schule/tag-der-pausenmilch" target="_blank" title="Tag der Pausenmilch" rel=" noopener">Tag der Pausenmilch</a>.</p></div><div id="sdfootnote2"><p class="sdfootnote">2. Willett, W. C. &amp; Ludwig, D. S. (2020). <a href="https://doi.org/10.1056/nejmra1903547" target="_blank" title="Milk and Health" rel=" noopener">Milk and Health</a>. The New England Journal of Medicine, 382(7), 644–654.</p></div><div id="sdfootnote3"><p class="sdfootnote">3. Burton-Pimentel, K. J., &amp; Barbara Walther, B. (2023). <a href="https://doi.org/10.34776/afs14-214" target="_blank" title="Pflanzendrinks - eine Alternative zu Milch?" rel=" noopener">Pflanzendrinks – eine Alternative zu Milch?</a> Agrarforschung Schweiz 14, 214-228.</p></div><div id="sdfootnote4"><p class="sdfootnote">4. Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (2017). <a href=" https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/ernaehrung/menuCH/menuch-lebensmittelkonsum-schweiz.html" target="_blank" title="Fachinformation Ernährung" rel=" noopener">Fachinformation Ernährung</a>. Milch- und Milchproduktekonsum in der Schweiz 2014/15.</p></div><div id="sdfootnote5"><p class="sdfootnote">5. Bundesamt für Landwirtschaft BLW. (2022). <a href="https://www.blw.admin.ch/blw/de/home/services/medienmitteilungen.msg-id-89701.html" target="_blank" title="Milchersatzprodukte immer beliebter" rel=" noopener">Milchersatzprodukte immer beliebter</a>.&nbsp;</p><p class="sdfootnote">6.&nbsp;Statista. (2023). <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/289189/umfrage/pro-kopf-konsum-von-milch-in-der-schweiz/" target="_blank" title="Pro Kopf Konsum von Milch in der Schweiz in den Jahren 2000/02 bis 2021" rel=" noopener">Pro-Kopf-Konsum von Milch in der Schweiz in den Jahren 2000/02 bis 2021</a>.&nbsp;</p></div><div id="sdfootnote6"><p class="sdfootnote">7. Proviande. (2023).<a href="https://www.proviande.ch/de/studie-zum-fleischkonsum-zeigt-72-haben-sehr-grosses-vertrauen-in-schweizer-fleisch" target="_blank" title="Studie zum Fleischkonsum zeigt: 72 % haben sehr grosses Vertrauen in Schweizer Fleisch" rel=" noopener"> Studie zum Fleischkonsum zeigt: 72 % haben sehr grosses Vertrauen in Schweizer Fleisch</a>.&nbsp;</p></div></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/Pausenmilch?language=de" title="Briefvorlage zur Entgegnung"><span style="line-height:100%;">Briefvorlage zur Entgegnung</span></a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/node/1999" title="Tag der Pausenmilch"><span style="line-height:100%;">Tag der Pausenmilch</span></a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/kuhmilch?language=de" title="Allgemeines zur Milch"><span style="line-height:100%;">Allgemeines zur Milch</span></a></li><li><p><a href="https://www.swissveg.ch/proviande-studie-tierwohl?language=de" title="Proviande Studie zeigt: Idealisiertes Bild von Schweizer Tierhaltung weit verbreitet"><span style="line-height:100%;">Proviande-Studie zeigt: Idealisiertes Bild von Schweizer Tierhaltung weit verbreitet</span></a></p><p>&nbsp;</p></li></ul></div> Fri, 27 Oct 2023 08:33:45 +0000 Christine 4052 at https://www.swissveg.ch Proviande-Studie: Geht Fleischkonsum nachhaltig? https://www.swissveg.ch/de/proviande-studie-umwelt?language=it <span>Proviande-Studie: Geht Fleischkonsum nachhaltig?</span> <span><span lang="" about="/de/user/2398" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>13. Oktober 2023 - 9:04</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung"><span style="line-height:100%">Proviande hat eine Studie veröffentlicht, in der es um das Image der Organisation sowie das Wissen der Schweizer Konsumenten in Bezug auf die Fleischproduktion geht. Die Studie zeigt: Der Grossteil der Fleischkonsumenten besitzt nach wie vor eine idealisierte Vorstellung der (Schweizer) Fleischproduktion – sowohl was das Tierwohl, als auch was die Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit betrifft.</span></p> <p><span style="font-style:normal"><span style="line-height:100%">Branchenorganisationen wie Proviande vermitteln ein idealistisches Bild der Produktion tierischer Lebensmittel in der Schweiz. Das unterstreicht Proviandes im März veröffentlichte Imagestudie, die die Schweizer Landwirtschaft als umweltfreundlich und tiergerecht präsentiert.<sup>1</sup> Was ist da wirklich dran? Nachdem wir im <a data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="94dca43f-2b44-4c4f-bab0-9c6ecfb5247a" href="/de/proviande-studie-tierwohl" title="Proviande-Studie zeigt: Idealisiertes Bild von Schweizer Tierhaltung weit verbreitet">vorhergehenden Beitrag</a> aufgezeigt haben, warum Proviandes Aussagen zum Thema Tierwohl nicht der Realität entsprechen, geht es in diesem zweiten Teil um das Thema Umwelt. Wir konzentrieren uns dabei auf die öffentlich einsehbaren Aussagen der Studie – weitere Informationen wollte Proviande uns auf Nachfrage hin leider nicht zur Verfügung stellen.</span></span></p> <h2><span style="font-style:normal"><span style="line-height:100%"><b>Nachhaltige Fleischproduktion?</b></span></span></h2> <p><span style="font-style:normal"><span style="line-height:100%">Das Vertrauen der Befragten, bzw. der Schweizer Fleischkonsumenten (Vegetarier, Personen, die beruflich mit Fleisch, Ernährung oder Marktforschung zu tun haben sowie Journalist wurden aus der Umfrage ausgeschlossen) in Schweizer Fleisch ist gemäss Proviande überwiegend gross. Gemäss Proviande ist den Teilnehmenden neben einer artgerechten Tierhaltung besonders der Umweltschutz wichtig. Darin scheint Heinrich Bucher, Direktor von Proviande, kein Problem zu sehen: Die Schweiz biete «beste Voraussetzungen für eine nachhaltige Fleischproduktion». Mit dieser Aussage suggeriert Proviande, obwohl dies nicht explizit ausgesprochen wird, dass die Schweizer Fleischproduktion tatsächlich nachhaltig ist. Stimmt das?</span></span></p> <p><span style="font-style:normal"><span style="line-height:100%">Generell muss Buchers Aussage relativiert werden. Fleisch ist das ressourcenintensivste Nahrungsmittel überhaupt, seine Produktion kann heutzutage deshalb per se kaum so umweltschonend sein, wie die von pflanzlichen Lebensmitteln. Das liegt in erster Linie an der grossen Menge an Futtermitteln, die produziert werden muss, um ein Tier zu ernähren, doch auch an der direkten Umweltverschmutzung, die aus der Tierproduktion resultiert.</span></span></p> <h2><span style="font-style:normal"><span style="line-height:100%"><b>Feinstaub, Treibhausgase &amp; Co.</b></span></span></h2> <p><span style="font-style:normal"><span style="line-height:100%">Dass tierische Lebensmittel ein direkter Treiber der Klimakrise sind, ist mittlerweile unbestritten. Das liegt wie oben erwähnt zu einem grossen Teil an der Verlängerung der Nahrungskette über das Tier. Denn würden anstelle von Tierfutter pflanzliche Lebensmittel für den direkten menschlichen Konsum produziert, so könnten diese weit mehr Menschen ernähren, als das resultierende tierische Produkt. Es gehen also indirekt Nahrungsmittel verloren. Als Resultat verursacht die Herstellung tierischer Lebensmittel einen weit grösseren Teil der Treibhausgasemissionen der Lebensmittelindustrie, als sie Kalorien zur Verfügung stellt.<sup>2</sup> Insgesamt ist die «Nutztierhaltung» für bis zu 28 Prozent der weltweiten Treibhasgasemissionen verantwortlich.<sup>3</sup> Besonders problematisch ist die Haltung von Wiederkäuern wie Rindern und Schafen, da das in ihren Verdauungsapparaten entstehende Methan die Klimaerwärmung besonders stark vorantreibt. Da der wärmende Effekt von Methan so schnell einsetzt, wird davon ausgegangen, dass das Gas rund ein Viertel der weltweiten Klimaerwärmung verursacht. In der Schweiz ist die Viehzucht für etwa 60 Prozent aller Methanemissionen verantwortlich.<sup>4</sup></span></span></p> <p><img alt="Grafik zu Emissionen nach Tierarten" data-entity-type="" data-entity-uuid="" height="504" src="/sites/swissveg.ch/files/2_0.png" width="504" class="align-center" /></p> <p><span style="font-style:normal"><span style="line-height:100%">Und damit nicht genug: Überdüngung mit Gülle aus der tierischen Landwirtschaft belastet Luft, Boden und Wasser enorm, indem sie zu Nährstoffüberschüssen in Form von Stickstoff- und Phosphoreinlagerungen führt. Gemäss dem Bund sind heutzutage rund zwei Drittel der Stickstoffeinträge in empfindliche Ökosysteme auf Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft zurückzuführen, nur etwa ein Drittel stammt aus Verbrennungsprozessen (durch Motoren und Feuerungen) – und für fast 90 Prozent dieser Emissionen ist die «Nutztierhaltung» verantwortlich.<sup>5, </sup><sup>6</sup> Ganze 42’000 Tonnen Ammoniak – 70 Prozent mehr als die landwirtschaftlichen Umweltziele vorsehen – entstehen dort jedes Jahr.<sup>7</sup> Das hat gravierende Folgen für Umwelt und Menschen, zum Beispiel durch Feinstaubbelastung der Luft und Bedrohung der Artenvielfalt zu Wasser und Land.</span></span></p> <p><img alt="Grafik zu Ammoniakemissionen" data-entity-type="" data-entity-uuid="" height="510" src="/sites/swissveg.ch/files/1.png" width="510" class="align-center" /></p> <h2><span style="font-style:normal"><span style="line-height:100%"><b>Schweizer Fleisch auf Kosten von pflanzlichen Lebensmitteln</b></span></span></h2> <p><span style="font-style:normal"><span style="line-height:100%">Ein weiterer wichtiger Punkt ist für Proviande der hohe Anteil an Futtermitteln aus einheimischer Produktion. Dieser werde von Konsumenten unterschätzt und liege bei 85 Prozent. Diese Zahl bezieht sich jedoch auf das Gewicht. Jährlich werden tatsächlich rund 1,4 Mio. Tonnen Futtermittel in die Schweiz importiert, 60 Prozent davon sind energie- und proteinreiches Kraftfutter. Das grösstenteils aus der Schweiz stammende Raufutter (Gras, Grassilage, Heu, Stroh etc.) ist jedoch relativ energiearm. Würde der Energie- bzw. Kaloriengehalt berücksichtigt werden, wäre der Anteil einheimischer Futtermittel sehr viel geringer.<sup>8,9</sup> Zusätzlich</span></span><span style="font-style:normal"><span style="line-height:100%"> macht Proviande ungewollt auf ein grosses Problem der Tierhaltung aufmerksam. Denn tatsächlich werden auf dem Grossteil der Schweizer Ackerflächen Futtermittel angebaut – gemäss Bund sind es rund 60 Prozent. Doch dies geschieht auf Kosten anderer Lebensmittel. Weil so viel Schweizer Ackerland für Tierhaltung und Futteranbau verwendet wird, muss dafür ein grosser Teil der von Menschen konsumierten Hülsenfrüchte aus dem Ausland importiert werden. Dies, obwohl deren Anbau in der Schweiz durchaus möglich ist: Im Jura beispielsweise wird schon seit Jahren erfolgreich Soja für den inländischen Markt angebaut. Aufgrund des oben beschriebenen Kalorienverlusts bei der Herstellung tierischer Produkte sinkt der Selbstversorgungsgrad der Schweiz durch den starken Fokus auf die Tierhaltung also. Zurzeit beträgt der Selbstversorgungsgrad der Schweiz 49 Prozent - wir sind also für fast die Hälfte unserer Nahrung vom Ausland abhängig.<sup><span style="font-size: 15px;">10</span></sup> Würden auf mehr Ackerflächen Lebensmittel, für den direkten menschlichen Konsum anstelle von Tierfutter angebaut, könnten weit mehr Menschen ernährt und der Selbstversorgungsgrad deutlich gesteigert werden. Der vermehrte Anbau von Hülsenfrüchten käme zudem auch der Gesundheit der Böden zugute.</span></span></p> <h2><span style="font-style:normal"><span style="line-height:100%"><b>Fleisch mit geringem Wasserverbrauch?</b></span></span></h2> <div id="sdfootnote1"> <p><span style="line-height:100%"><span style="font-style:normal">Weiter heisst es in der Proviande-Studie, dass der Frischwasserverbrauch der Schweizer Landwirtschaft wie in den Vorjahren massiv überschätzt werde. Die Befragten vermuteten durchschnittlich einen Verbrauch von 37 </span><span style="font-style:normal">Prozent</span><span style="font-style:normal">, obwohl dieser lediglich 2 </span><span style="font-style:normal">Prozent</span><span style="font-style:normal"> des gesamten Frischwassers betrage, so Proviande. </span><span style="font-style:normal">Im Gegensatz dazu betrage der Wasserverbrauch durch die Landwirtschaft weltweit 70 </span><span style="font-style:normal">Prozent</span><span style="font-style:normal">.<sup><span style="font-size: 15px;">11</span></sup></span></span></p> <p><span style="line-height:100%"><span style="font-style:normal">Wie ist es also möglich, dass die Schweizer Landwirtschaft im weltweiten Vergleich so gut abschneidet? Ganz einfach: Das tut sie in Wirklichkeit nicht. Eine Publikation aus dem Jahr 2006 zum Schweizer Wasserverbrauch zeigt, dass der Frischwasserbedarf der Landwirtschaft mit 410 Mio. m³ pro Jahr annähernd so gross ist wie der Bedarf aller Privathaushalte.<sup>12</sup> Der gesamte Wasser-Fussabdruck der Schweiz beträgt gemäss einem Bericht des Bundes aus dem Jahr 2012 11'000 Mio. m<sup>3</sup> pro Jahr, wovon n</span></span>ur 18 Prozent bzw. 1'980 Mio. m<sup>3</sup> innerhalb der Schweiz erzeugt werden<span style="line-height:100%"><span style="font-style:normal">. Der Wasser-Fussabdruck wird mittels des gesamten Verbrauchs von grünem (natürlich vorkommendem Boden- und Regenwasser), blauem (Frischwasser bzw. Grund- und Oberflächenwasser) und grauem Wasser (mit Schadstoffen belastetem Wasser) berechnet. </span></span><span style="line-height: 100%;">Mit 81 Prozent bzw. 8'910 Mio. m<sup>3</sup> macht die Produktion und der Konsum landwirtschaftlicher Erzeugnisse den grössten Anteil des Wasser-Fussabdrucks der Schweiz aus. Davon werden ca. 16 Prozent bzw. 1'426 Mio. m<sup>3</sup> direkt in der Schweiz erzeugt</span>.<sup>13, 14</sup> <span style="line-height: 100%;">Somit beträgt der Wasser-Fussabdruck der Schweizer Landwirtschaft ca. 72 Prozent des Schweizer Wasser-Fussabdrucks, welcher direkt in der Schweiz erzeugt wird. Seither hat die Bewässerung ausserdem deutlich zugenommen und auch die Tierbestände sind grösser geworden. Daher kann angenommen werden, dass in der Schweiz die Landwirtschaft heute etwa gleich viel Frischwasser verbraucht wie die gesamte Bevölkerung.</span></p> <img alt="Grafik zum Schweizer Wasser-Fussabdruck" data-entity-type="" data-entity-uuid="" height="510" src="/sites/swissveg.ch/files/3.png" width="510" class="align-center" /><p><span style="line-height:100%"><span style="font-variant:normal">Proviande behauptet also fälschlicherweise, dass der Frischwasserverbrauch der Schweizer Landwirtschaft sehr viel geringer sei als angenommen und deutlich unter dem weltweiten Verbrauch liege. Wie die Fleischlobby-Organisation auf nur 2 Prozent kommt, legt sie jedoch nicht offen und verweist lediglich auf Schätzungen. Eine weitere Falschaussage von Proviande ist, dass für die Bewässerung von Futtermitteln ausschliesslich Regen benötigt werde. In Wahrheit ist die Bewässerung von Futterwiesen und Weiden im Alpenraum enorm wasserintensiv – gemäss dem BLW machte sie 2006 rund drei Viertel der Gesamtbewässerung aus. Hinzu kommt, dass die Tränke des Viehs viel Wasser benötigt: 110 Liter pro Tag werden für eine Grossvieheinheit verbraucht.<sup>15</sup></span></span></p> <p><span style="line-height:100%"><span style="font-variant:normal">Für die Berechnung des Wasserverbrauchs muss also jeder Schritt in der Nahrungsmittelkette berücksichtigt werden. Hinzu kommt, dass durch die landwirtschaftliche Produktion das Wasser mit Nitrat, Phosphat, Pflanzenschutz- und Tierarzneimitteln sowie bei Erosion mit Bodenpartikeln belastet wird.<sup>16</sup> Die Fleischproduktion verbraucht also nicht nur enorme Mengen an Wasser, sondern verschmutzt es auch. All dies klammert Proviande in der veröffentlichten Studie aus. </span></span></p> <h2><span style="font-style:normal"><span style="line-height:100%"><b>Greenwashing als Propaganda</b></span></span></h2> <p><span style="line-height:100%"><span style="font-variant:normal">Es überrascht leider nicht, dass Proviande nicht nur idealisierte Bilder der Schweizer Tierhaltung zeichnet, sondern auch Greenwashing betreibt. Anstatt faktenbasiert und transparent zu arbeiten, versucht die Fleischlobby-Organisation, mit fadenscheinigen Fakten Schweizer Fleisch als umweltfreundliches Nahrungsmittel darzustellen. Schweizer Fleischkonsumenten ist eine nachhaltige Fleischproduktion wichtig – doch die gibt es nicht. Denn Fleisch ist das umweltschädlichste Nahrungsmittel überhaupt. Doch diese – für Proviande und Fleischliebhabende – unangenehme Wahrheit unterschlägt Proviande gezielt und wirbt mit Steuergeldern für «nachhaltiges Fleisch».</span></span></p> </div> </div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <div id="sdfootnote1"><ol><li>Proviande,&nbsp;<a href="https://www.proviande.ch/de/studie-zum-fleischkonsum-zeigt-72-haben-sehr-grosses-vertrauen-in-schweizer-fleisch" target="_blank" title="Studie zum Fleischkonsum zeigt: 72 % haben sehr grosses Vertrauen in Schweizer Fleisch" rel=" noopener">Studie zum Fleischkonsum zeigt: 72 % haben sehr grosses Vertrauen in Schweizer Fleisch.</a> 2. März 2023.</li><li><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Poore, Joseph &amp; Nemecek, Thomas: </span><a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.aaq0216" target="_blank" title="Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers" rel=" noopener"><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers.</span></a><span style="font-style:normal;line-height:100%;">&nbsp;Science, Jg. 360, Nr. 6392, S. 987-992.</span></li><li><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Twine, R. (2021). </span><a href="https://www.mdpi.com/2071-1050/13/11/6276" target="_blank" title="Emissions from Animal Agriculture—16.5% Is the New Minimum Figure" rel=" noopener"><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Emissions from Animal Agriculture 16.5% Is the New Minimum Figure.</span></a><span style="font-style:normal;line-height:100%;"> Sustainability, 13(11), 6276.</span></li><li><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Bundesamt für Umwelt BAFU: </span><a href="https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/luft/fachinformationen/luftschadstoffquellen/landwirtschaft-als-luftschadstoffquelle.html" target="_blank" title="Landwirtschaft als Luftschadstoffquelle" rel=" noopener"><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Landwirtschaft als Luftschadstoffquelle.</span></a><span style="font-style:normal;line-height:100%;">&nbsp;</span></li><li><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Bundesamt für Umwelt BAFU: </span><a href="https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/luft/fachinformationen/luftqualitaet-in-der-schweiz/stickstoffhaltige-luftschadstoffe-beeintraechtigen-auch-die-biod.html" target="_blank" title="Stickstoffhaltige Luftschadstoffe beeinträchtigen auch die Biodiversität" rel=" noopener"><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Stickstoffhaltige Laudschadstoffe beeinträchtigen auch die Biodiversität.</span></a></li><li><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Bundesamt für Umwelt BAFU: </span><a href="https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/luft/fachinformationen/luftschadstoffquellen/landwirtschaft-als-luftschadstoffquelle.html" target="_blank" title="Landwirtschaft als Luftschadstoffquelle" rel=" noopener"><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Landwirtschaft als Luftschadstoffquelle.</span></a></li><li><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Bundesamt für Umwelt BAFU: </span><a href="https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/luft/dossiers/magazin2021-1-dossier/in-guelle-und-fuelle.html" target="_blank" title="Ammoniak aus der Landwirtschaft: In Gülle und Fülle" rel=" noopener"><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Ammoniak aus der Landwirtschaft: In Gülle und Fülle.</span></a></li><li><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Schweizer Bauernverband: </span><a href="https://www.sbv-usp.ch/de/services/agristat-statistik-der-schweizer-landwirtschaft/statistische-erhebungen-und-schaetzungen-ses/versorgungsbilanzen/" target="_blank" title="Versorgungsbilanzen" rel=" noopener"><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Versorgungsbilanzen.</span></a></li><li><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Greenpeace: </span><a href="https://www.greenpeace.ch/de/story/63645/zu-viel-die-schweizer-landwirtschaft-lebt-ueber-ihre-verhaeltnisse/" target="_blank" title="https://www.greenpeace.ch/de/story/63645/zu-viel-die-schweizer-landwirtschaft-lebt-ueber-ihre-verhaeltnisse/" rel=" noopener"><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Zu viel! Die Schweizer Landwirtschaft lebt über ihre Verhältnisse.</span></a></li><li><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Agrarbericht 2022: </span><a href="https://www.agrarbericht.ch/de/markt/marktentwicklungen/selbstversorgungsgrad#:~:text=Mit%20dem%20aktuellen%20Produktionsportfolio%20erreicht,gewinnt%20die%20Kennzahl%20an%20Bedeutung." target="_blank" title="Agrarbericht 2022: Selbstversorgungsgrad." rel=" noopener"><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Selbstversorgungsgrad.</span></a></li><li><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Proviande, Auszug: </span><a href="https://www.proviande.ch/sites/proviande/files/2023-03/230302_Auszug%20Imagestudie_d_2.pdf" target="_blank" title="Auszug: Bericht zur quantitativen Befragung zu Image und Wissen der Schweizer Fleischkonsumentinnen und -konsumenten bezüglich Fleisch" rel=" noopener"><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Bericht zur quantitativen Befragung zu Image und Wissen der Schweizer Fleischkonsumentinnen und -konsumenten bezüglich Fleisch.</span></a></li><li><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Matthias Freiburghaus: </span><a href="https://www.aquaetgas.ch/de/wasser/trinkwasser/20091201-wasserbedarf-der-schweizer-wirtschaft/" target="_blank" title="Wasserbedarf der Schweizer Wirtschaft" rel=" noopener"><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Wasserbedarf der Schweizer Wirtschaft.</span></a><span style="font-style:normal;line-height:100%;"> gwa 12/2009.</span></li><li><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA:&nbsp;</span><a href="https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/dienstleistungenundpublikationen/publikationen/alle-publikationen.html/content/publikationen/de/deza/diverse-publikationen/wasser-fussabdruck-schweiz" target="_blank" title="https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/dienstleistungenundpublikationen/publikationen/alle-publikationen.html/content/publikationen/de/deza/diverse-publikationen/wasser-fussabdruck-schweiz" rel=" noopener"><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Der Wasser-Fussabdruck der Schweiz: Ein Gesamtbild der Wasserabhängigkeit der Schweiz.</span></a></li><li><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Bundesamt für Landwirtschaft BLW:&nbsp;</span><a href="https://www.blw.admin.ch/blw/de/home/nachhaltige-produktion/umwelt/wasser.html" target="_blank" title="Wasser" rel=" noopener"><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Wasser.</span></a></li><li><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Bundesamt für Landwirtschaft BLW:&nbsp;</span><a href="https://www.blw.admin.ch/dam/blw/de/dokumente/Nachhaltige%20Produktion/Umwelt/Wasser/Bericht%20zum%20Stand%20der%20Bew%C3%A4sserung%20in%20der%20Schweiz.pdf.download.pdf/blw_bericht_umfrage_stand_bewaesserung_d%20(1).pdf" target="_blank" title="Stand der Bewässerung in der Schweiz. Bericht zur Umfrage 2006." rel=" noopener"><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Stand der Bewässerung in der Schweiz. Bericht zur Umfrage 2006.</span></a></li><li><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Bundesamt für Landwirtschaft BLW:&nbsp;</span><a href="https://www.blw.admin.ch/blw/de/home/nachhaltige-produktion/umwelt/wasser.html" target="_blank" title="Wasser" rel=" noopener"><span style="font-style:normal;line-height:100%;">Wasser.</span></a></li></ol></div></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/de/grasland-schweiz" title="Grasland Schweiz" data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="398b886e-c164-4acb-9a2a-0ef66f186401">Grasland Schweiz: Mehr Lebensmittel durch weniger Tiere?</a></li><li><a href="/de/proviande-studie-tierwohl" title="Proviande Studie zeigt: Idealisiertes Bild von Schweizer Tierhaltung weit verbreitet" data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="94dca43f-2b44-4c4f-bab0-9c6ecfb5247a">Proviande-Studie zeigt: Idealisiertes Bild von Schweizer Tierhaltung weit verbreitet</a></li><li><a href="/de/leserbrief-proviande-werbung" title="Leserbrief zu Proviande-Werbung: Strenges Tierschutzgesetz und nachhaltiges Schweizer Fleisch?" data-entity-substitution="canonical" data-entity-type="node" data-entity-uuid="06f564f2-13ae-4687-b5d6-cd2e39e91db0">Leserbrief zu Proviande-Werbung: Strenges Tierschutzgesetz und nachhaltiges Schweizer Fleisch?</a></li></ul></div> Fri, 13 Oct 2023 07:04:10 +0000 Christine 4046 at https://www.swissveg.ch